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Katheterablation: Ablauf, Dauer & Risiken

Herzrhythmusstörungen können ein großes Risiko für die Gesundheit darstellen. Eine Katheterablation kann hier Abhilfe schaffen. In diesem Artikel wird der Ablauf, die Dauer und mögliche Risiken einer Katheterablation genauer erklärt.

Kurzfassung

Die Katheterablation ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Dabei wird ein Katheter durch eine Vene in das Herz eingeführt, um dort gezielt den Bereich zu behandeln, der für die Rhythmusstörung verantwortlich ist. Der Eingriff dauert in der Regel 2 – 6 Stunden und wird unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt. Mögliche Risiken sind Blutungen, Verletzungen der Gefäße oder des Herzens, Schlaganfall und Infektionen. Eine gründliche Nachsorge und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig.

Was ist eine Katheterablation?

Eine Katheterablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, der zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Bei diesem Verfahren führt ein Arzt durch einen Katheter, der über eine Punktion in eine Vene oder Arterie eingeführt wird, Elektroden in das Herz ein. Die Elektroden werden verwendet, um den genauen Ort der Rhythmusstörung zu lokalisieren. Anschließend wird durch die Elektroden eine Energiequelle (meistens Hochfrequenzstrom) abgegeben, um das abnormale Gewebe zu zerstören, das die Rhythmusstörung verursacht. Das Ziel der Katheterablation ist es, den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen und die Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie oder eines implantierbaren Herzschrittmachers zu reduzieren oder zu beseitigen. Die Katheterablation ist in der Regel eine sichere und erfolgreiche Behandlungsoption, aber wie bei jedem Eingriff gibt es auch Risiken und Komplikationen, die berücksichtigt werden müssen.

Wie läuft eine Katheterablation genau ab?

Vor dem Eingriff wird der Patient in der Regel unter Vollnarkose gesetzt. Eine örtliche Betäubung ist jedoch auch möglich. Während der Katheterablation wird der Patient mittels EKG und Blutdruckmessung überwacht.

Zunächst wird der Katheter durch die Leistenarterie oder die Halsvene in das Herz eingeführt. Durch den Katheter werden dann elektrische Impulse abgegeben, um die Stelle zu finden, von der die Herzrhythmusstörungen ausgehen. Ist diese Stelle lokalisiert, wird das Gewebe mit der Energiequelle verödet oder durch Kälte vereist. Dadurch wird der fehlerhafte Impulsgeber ausgeschaltet und die normale Herzfunktion wiederhergestellt.

Die Dauer der Katheterablation kann je nach Art und Schwere der Herzrhythmusstörung sowie der Anzahl der abzuarbeitenden Stellen im Herzen variieren.

Nach dem Eingriff muss der Patient noch einige Stunden oder auch Tage im Krankenhaus überwacht werden. In den meisten Fällen kann der Patient aber schon nach einigen Tagen wieder entlassen werden. Eine regelmäßige Kontrolle durch den Kardiologen ist jedoch wichtig, um den Erfolg der Katheterablation zu überprüfen und eventuelle Nachbehandlungen durchzuführen.

Wie lange dauert eine Katheterablation?

Die Dauer einer Katheterablation hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Arrhythmie, der Anatomie des Herzens und der Erfahrung des Arztes. In der Regel dauert eine Katheterablation zwischen zwei bis maximal sechs Stunden.

Wann wird eine Katheterablation durchgeführt?

Eine Katheterablation wird durchgeführt, wenn medikamentöse Therapien keine ausreichende Linderung der Symptome von Herzrhythmusstörungen bringen oder die Medikamente unverträglich sind. Die häufigsten Indikationen für eine Katheterablation sind Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AV-Knoten-Reentry-Tachykardien und WPW-Syndrom. Vor dem Eingriff wird der Patient ausführlich untersucht und es werden verschiedene Diagnosetests durchgeführt, um festzustellen, ob eine Katheterablation geeignet ist. Die Entscheidung zur Durchführung einer Katheterablation hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der Art der Herzrhythmusstörung, der Schwere der Symptome, der Größe des Herzens und des Alters des Patienten. In der Regel wird eine Katheterablation erst dann durchgeführt, wenn alle anderen Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind. Es ist wichtig, dass Patienten, die eine Katheterablation in Erwägung ziehen, sich von einem erfahrenen Kardiologen beraten lassen, um ihre individuellen Risiken und Nutzen abzuwägen.

Was können Nachwirkungen einer Katheterablation sein?

Eine Katheterablation ist ein relativ sicheres Verfahren, bei dem Komplikationen selten auftreten. Dennoch können einige Nachwirkungen auftreten, insbesondere unmittelbar nach der Ablation.

Ein häufiges Symptom ist ein Brennen oder Stechen an der Stelle, wo der Katheter eingeführt wurde. Dies kann bis zu einigen Tagen anhalten und wird normalerweise mit Schmerzmitteln behandelt. Blutergüsse an der Einstichstelle können ebenfalls auftreten, verschwinden jedoch normalerweise innerhalb weniger Tage.

In seltenen Fällen kann es während der Ablation zu schwerwiegenderen Komplikationen kommen, wie beispielsweise zu einer Perforation des Herzens oder zu Blutungen im Herzen. Eine sorgfältige Überwachung des Patienten und ein schnelles Eingreifen können jedoch das Risiko solcher Komplikationen minimieren.

Langfristige Auswirkungen der Katheterablation sind selten und können eine vorübergehende Ermüdung oder Schmerzen in der Brust beinhalten. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Arrhythmie-Rezidiv kommen, was eine erneute Ablation erforderlich machen kann.

Insgesamt ist die Katheterablation ein relativ sicheres und effektives Verfahren zur Behandlung von Arrhythmien. Es ist jedoch wichtig, die möglichen Risiken und Nachwirkungen mit einem Arzt zu besprechen und eine sorgfältige Überwachung nach der Ablation zu gewährleisten.

Was sind Risiken einer Katheterablation?

Eine Katheterablation ist eine invasive Methode zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die in der Regel sicher und effektiv ist. Wie bei jedem invasiven Eingriff gibt es jedoch auch Risiken, die im Voraus berücksichtigt werden müssen.

Zu den möglichen Risiken einer Katheterablation gehören Blutungen an der Einstichstelle, die in der Regel durch Druckverband oder Naht gestoppt werden können. Es besteht auch ein geringes Risiko für eine Infektion an der Einstichstelle oder im Herzen, das durch Antibiotika behandelt werden kann. Eine weitere mögliche Komplikation ist eine Schädigung der Blutgefäße oder des Herzens während des Eingriffs, die jedoch in der Regel sofort behandelt werden kann.

In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie einem Schlaganfall, einer Thrombose oder einer Verletzung des Herzmuskels kommen. Ein weiteres Risiko einer Katheterablation ist, dass der Eingriff nicht erfolgreich ist und die Herzrhythmusstörung fortbesteht oder erneut auftritt.

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Blutwerte Redaktion

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