Albumin

Albumin, ein Bluteiweiß, ist für den Transport von Nährstoffen, Hormonen und Medikamenten verantwortlich. Abweichungen in den Albuminwerten können ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein. Lese hier weiter, um mehr zu erfahren.

Kurzfassung

Albumin ist ein wichtiges Eiweiß, das in der Leber produziert wird und eine wichtige Rolle im Körper spielt, unter anderem im Transport von Hormonen, Vitaminen und Medikamenten. Abweichungen in den Albuminwerten können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen, wie z.B. Lebererkrankungen oder Dehydration. Eine Hypoalbuminämie kann zu Symptomen wie Schwellungen, Müdigkeit und erhöhter Infektanfälligkeit führen, während eine Hyperalbuminämie normalerweise keine Symptome verursacht. Die Behandlung von Albuminabweichungen hängt von der Ursache ab und kann beispielsweise eine Flüssigkeitszufuhr oder eine Behandlung der Grunderkrankung umfassen.

Defintion

Albumin ist ein globuläres Eiweiß, das in der Leber synthetisiert wird und im Blutserum vorkommt. Es ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Blutplasma und hat eine Vielzahl von Funktionen im Körper. Albumin ist ein wichtiger Bestandteil des kolloidalen osmotischen Drucks des Blutes und ist daher wichtig für die Regulierung des Flüssigkeitsaustauschs zwischen dem Blut und dem umliegenden Gewebe. Darüber hinaus ist Albumin auch an verschiedenen Transportfunktionen beteiligt, wie z.B. dem Transport von Hormonen, Fettsäuren, Calcium, und verschiedenen Arzneimitteln im Blutplasma. Albumin hat auch antioxidative Eigenschaften und kann dadurch den Körper vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Normwerte

Die normalen Albuminwerte im Blutserum liegen zwischen 3,5 und 5,5 g/dL (Gramm pro Deziliter). Werte unterhalb dieses Bereichs werden als Hypoalbuminämie bezeichnet, während Werte darüber als Hyperalbuminämie bezeichnet werden könne

Ursachen

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum der Albuminwert im Körper schwanken kann. Es ist jedoch wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren und festzustellen, ob es sich um eine Abweichung nach oben oder unten handelt, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Im nächsten Abschnitt werden einige mögliche Ursachen für solche Abweichungen aufgelistet.

Erniedrigte Werte

Erniedrigte Albuminwerte können durch folgende Faktoren verursacht werden:

  • Lebererkrankungen: Da Albumin in der Leber produziert wird, können Lebererkrankungen wie Leberzirrhose oder Hepatitis zu einem Mangel an Albumin im Blut führen.
  • Nierenprobleme: Albumin kann durch die Nieren ausgeschieden werden, was bei Nierenproblemen zu einem Verlust von Albumin aus dem Körper führen kann.
  • Mangelernährung: Ein Mangel an Nährstoffen, insbesondere an Protein, kann zu einem niedrigen Albumin-Spiegel im Blut führen.

Erhöhte Werte

Erhöhte Albuminwerte können durch folgende Faktoren verursacht werden:

  • Dehydratation: Bei einem Flüssigkeitsmangel im Körper steigt die Konzentration von Albumin im Blut an.
  • Deutliche Anstrengung: Bei körperlicher Belastung kann die Konzentration von Albumin im Blut ansteigen.
  • Akute Entzündung: Eine akute Entzündung kann dazu führen, dass mehr Albumin von der Leber produziert wird, um den Körper zu unterstützen.

Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur einige der möglichen Ursachen für abnormale Albuminwerte sind und dass eine genaue Diagnose durch einen Arzt erforderlich ist.

Symptome und Krankheiten

Hypoalbuminämie (erniedrigte Albuminwerte):

  • Ödeme (Schwellungen) in den Beinen, Füßen oder Händen aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe
  • Verminderte Flüssigkeitsaufnahme, insbesondere in den Augen und im Mund
  • Muskelschwäche und Müdigkeit
  • Erhöhtes Risiko für Infektionen
  • Schwierigkeiten bei der Wundheilung
  • Verminderte Knochendichte und erhöhtes Risiko für Knochenbrüche

Hyperalbuminämie (erhöhte Albuminwerte):

In der Regel sind keine spezifischen Symptome vorhanden, da eine Hyperalbuminämie selten auftritt und normalerweise keine klinischen Auswirkungen hat.

Maßnahmen zur Korrektur oder Behandlung

Wenn ein Mangel an Albumin aufgrund einer bestimmten Krankheit oder Erkrankung auftritt, kann in einigen Fällen die Verabreichung von Albumininfusionen helfen, den Albuminspiegel zu erhöhen. Um die Produktion von Albumin in der Leber zu unterstützen, kann eine Erhöhung der Proteinzufuhr über die Nahrung empfohlen werden.

Wenn eine Hyperalbuminämie aufgrund von Dehydration oder körperlicher Anstrengung auftritt, kann eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen, den Albuminspiegel im Blut zu senken. Wenn eine Grunderkrankung wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen vorliegt, sollte die Grunderkrankung behandelt werden, um den Albuminspiegel im Blut zu normalisieren. In der Regel sind keine spezifischen Maßnahmen erforderlich, wenn eine Hyperalbuminämie keine klinischen Auswirkungen hat.

Es ist wichtig, dass die Behandlung immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgt, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

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