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Embolie: Symptome, Ursachen & Behandlung

Eine Embolie ist eine gefährliche Komplikation, die unterschiedliche Ursachen haben kann und schnellstmöglich diagnostiziert werden sollte. In diesem Artikel werden Symptome, Ursachen und mögliche Behandlungen genau erklärt.

Kurzfassung

Eine Embolie kann plötzlich auftreten und schwerwiegende Folgen haben. Die Symptome können je nach betroffenem Organ variieren, jedoch sind Atemnot, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Bewusstlosigkeit häufige Anzeichen. Ursachen können Blutgerinnsel, Fettembolien, Luft oder Fremdkörper sein. Die Diagnose erfolgt mittels körperlicher Untersuchungen, bildgebender Verfahren und Bluttests. Eine schnelle Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden. Optionen können Antikoagulanzien, Thrombolytika, chirurgische Eingriffe und vorsorgliche Maßnahmen wie Bewegung und Rauchstopp umfassen. Ein enger Kontakt mit einem Arzt und die Beachtung von Risikofaktoren können dazu beitragen, eine Embolie zu verhindern.

Was ist eine Embolie?

Eine Embolie tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel (Thrombus), Luftblase oder Fettpartikel in einem Blutgefäß stecken bleibt und den Blutfluss blockiert. Dadurch wird der betroffene Bereich des Körpers nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu Gewebeschäden führen kann. Embolien können in verschiedenen Körperbereichen auftreten, wie zum Beispiel im Gehirn, Herz, Lungen oder in den Beinen. Die Symptome können je nach Ort und Schweregrad der Embolie unterschiedlich sein, können aber auch lebensbedrohlich sein. Eine Embolie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie zum Beispiel Arteriosklerose, Vorhofflimmern, Thrombosen oder Verletzungen. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Was sind die Symptome von Embolie?

Eine Embolie kann verschiedene Symptome verursachen, abhängig davon, welche Arterie betroffen ist und wie schwer der Blutfluss unterbrochen ist. Eine Lungenembolie beispielsweise kann zu plötzlich auftretender Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen und Husten mit blutigem Auswurf führen. Eine Hirnembolie kann Symptome wie plötzliche Schwäche, Taubheit, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Schwindel verursachen. Bei einer Beinarterienembolie kann es zu starken Schmerzen im betroffenen Bein, zu einer Verfärbung und Schwellung der betroffenen Extremität sowie zu einer Verlangsamung oder einem Fehlen des Pulses kommen. Eine Embolie kann auch asymptomatisch verlaufen, was bedeutet, dass keine erkennbaren Symptome auftreten. In jedem Fall sollten bei Verdacht auf eine Embolie umgehend medizinische Maßnahmen ergriffen werden.

Wie wird Embolie diagnostiziert?

Die Diagnose einer Embolie erfolgt durch eine Kombination von verschiedenen Untersuchungen und Tests, die darauf abzielen, die zugrunde liegende Ursache der Symptome zu ermitteln und festzustellen, ob eine Embolie vorliegt.

Zunächst wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen und nach den Symptomen fragen, die der Patient erlebt. Es ist wichtig, dass der Patient alle Symptome offenbart, insbesondere wenn er eine Vorgeschichte von Erkrankungen hat, die mit Embolie in Verbindung gebracht werden können.

Dann wird der Arzt eine Reihe von diagnostischen Tests durchführen, um die Ursache der Symptome zu ermitteln und eine Embolie zu bestätigen oder auszuschließen. Zu diesen Tests können ein EKG (Elektrokardiogramm), ein Ultraschall, eine Angiographie oder eine CT- oder MRT-Untersuchung gehören.

Die Blutuntersuchungen können auch helfen, eine Embolie zu diagnostizieren. Dazu gehört eine Blutuntersuchung, die D-Dimer-Test genannt wird, die die Menge an Blutgerinnseln im Körper misst.

Eine genaue Diagnose ist wichtig, da eine unbehandelte Embolie schwerwiegende Komplikationen verursachen kann. Daher sollten Patienten bei Verdacht auf eine Embolie umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche Blutwerte spielen bei Embolie eine Rolle?

Bestimmte Blutwerte können bei der Diagnose und Überwachung von Embolien eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören D-Dimere, Fibrinogen und Prothrombinzeit (PT).

D-Dimere sind Abbauprodukte von Fibrinogen, einem wichtigen Protein im Blutgerinnungsprozess. Bei einer Embolie steigt die Konzentration von D-Dimeren im Blut an. Normalerweise beträgt der Referenzwert für D-Dimere weniger als 500 ng/ml.

Fibrinogen ist ein Protein, das an der Blutgerinnung beteiligt ist. Bei einer Embolie kann die Konzentration von Fibrinogen im Blut erhöht sein. Der Referenzwert für Fibrinogen beträgt normalerweise zwischen 200 und 400 mg/dl.

Die Prothrombinzeit (PT) ist ein Test, der die Zeit misst, die das Blut benötigt, um zu gerinnen. Ein erhöhter PT-Wert kann auf eine verminderte Blutgerinnung hinweisen, was bei einer Embolie lebensbedrohlich sein kann. Der Referenzwert für die Prothrombinzeit beträgt normalerweise zwischen 11 und 13 Sekunden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Interpretation dieser Werte in Verbindung mit anderen klinischen Informationen erfolgen sollte. Ein hoher D-Dimer-Wert oder eine verlängerte PT allein reicht nicht aus, um eine Embolie zu diagnostizieren. Weitere Untersuchungen wie eine Angiographie oder eine Doppler-Sonographie können erforderlich sein, um eine definitive Diagnose zu stellen.

Was sind die Ursachen von Embolie?

Eine Embolie entsteht, wenn ein Blutgefäß plötzlich durch ein Blutgerinnsel oder eine andere Substanz wie Luft oder Fett verschlossen wird. Die meisten Embolien werden durch Blutgerinnsel verursacht, die sich in den Venen oder Arterien bilden und dann in die Lungenarterie, das Gehirn oder andere Organe wandern. Einige Ursachen für Embolien können sein: Vorhofflimmern, eine Erkrankung, bei der das Herz unregelmäßig schlägt und das Blut in den Vorhöfen stagniert; Arteriosklerose, eine Erkrankung, bei der sich Plaques in den Arterien bilden und das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann; und Rauchen, das zu Schäden an den Blutgefäßen führen kann und das Risiko von Blutgerinnseln erhöht. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und bestimmte medizinische Bedingungen wie Krebs und Nierenversagen.

Wie wird Embolie behandelt?

Die Behandlung einer Embolie hängt von der Art, dem Ausmaß und der Ursache der Blockade ab. Wenn die Embolie lebensbedrohlich ist, wird eine sofortige Behandlung benötigt. In der Regel wird eine Kombination aus Medikamenten und medizinischen Verfahren eingesetzt, um das Blutgerinnsel zu entfernen oder zu lösen und um das Risiko weiterer Blockaden zu verringern.

Die Behandlung kann je nach Ursache variieren. Wenn beispielsweise ein tiefer Venenthrombose (DVT) zugrunde liegt, können blutverdünnende Medikamente, wie Heparin und Warfarin, verschrieben werden, um das Blutgerinnsel aufzulösen und weitere Blockaden zu verhindern. Eine andere Möglichkeit besteht darin, thrombolytische Medikamente zu verwenden, die das Blutgerinnsel direkt angreifen.

In einigen Fällen ist eine chirurgische Behandlung erforderlich. Einige Beispiele dafür sind eine Embolektomie, bei der das Blutgerinnsel chirurgisch entfernt wird, oder eine Thrombektomie, bei der das Blutgerinnsel mithilfe eines Katheters entfernt wird.

Zusätzlich zur Behandlung der Embolie müssen auch die zugrunde liegenden Erkrankungen behandelt werden, um das Risiko einer erneuten Embolie zu minimieren. Dies kann beinhalten, die Einnahme von Medikamenten zur Kontrolle des Blutdrucks, des Cholesterins oder des Diabetes, um die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße zu verbessern. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko von Blutgerinnseln und Embolien zu verringern.

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