High Density Lipoprotein Cholesterin (HDL)

High Density Lipoprotein (HDL) Cholesterin, auch bekannt als „gutes“ Cholesterin, spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Herzkreislaufsystems. In diesem Beitrag werden wir einen Überblick über HDL-Cholesterin geben, seine Bedeutung für die Gesundheit und Maßnahmen zur Erhöhung von HDL-Cholesterinwerten besprechen.

Kurzfassung

HDL-Cholesterin wird oft als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, da es dazu beitragen kann, Arterienablagerungen zu reduzieren und das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern. Niedrige HDL-Cholesterinwerte können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, während hohe HDL-Cholesterinwerte als schützend angesehen werden. Maßnahmen zur Erhöhung des HDL-Cholesterinspiegels können beispielsweise eine gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und Rauchverzicht umfassen.

Defintion

HDL steht für High Density Lipoprotein, auf Deutsch Hochdichtes Lipoprotein. Es handelt sich dabei um einen Lipoprotein-Typ, der dazu beiträgt, überschüssiges Cholesterin aus den Zellen und Arterien des Körpers abzutransportieren und zur Leber zurückzuführen, wo es abgebaut und ausgeschieden werden kann. Daher wird HDL-Cholesterin oft als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, da es dazu beiträgt, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern.

Normwerte

Die Normwerte für HDL-Cholesterin liegen bei Männern bei über 40 mg/dL und bei Frauen bei über 50 mg/dL. Werte unterhalb dieses Bereichs werden als niedriges HDL-Cholesterin bezeichnet.

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Ursachen

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum der HDL-Cholesterinwert im Körper schwanken kann. Es ist jedoch wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren und festzustellen, ob es sich um eine Abweichung nach oben oder unten handelt, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Im nächsten Abschnitt werden einige mögliche Ursachen für solche Abweichungen aufgelistet.

Erniedrigte Werte

  • Genetische Faktoren: Es gibt genetische Veranlagungen, die zu einem niedrigen HDL-Spiegel führen können.
  • Lebensstilfaktoren: Rauchen, Alkoholmissbrauch, mangelnde körperliche Aktivität und eine ungesunde Ernährung können alle zu niedrigen HDL-Werten beitragen.
  • Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion und Lebererkrankungen können zu einem niedrigen HDL-Spiegel führen.
  • Medikamente: Einige Medikamente wie Beta-Blocker, Anabolika und Hormonersatztherapie können den HDL-Spiegel senken.

Erhöhte Werte

  • Genetische Faktoren: Es gibt genetische Veranlagungen, die zu einem hohen HDL-Spiegel führen können.
  • Lebensstilfaktoren: Regelmäßige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung, das Vermeiden von Rauchen und mäßiger Alkoholkonsum können alle zu einem höheren HDL-Spiegel beitragen.
  • Medikamente: Einige Medikamente wie Niacin und Fibrat-Derivate können den HDL-Spiegel erhöhen.

Symptome und Krankheiten

Symptome und Krankheiten im Zusammenhang mit HDL-Cholesterin sind im Allgemeinen nicht bekannt. Tatsächlich gilt ein hoher HDL-Cholesterinspiegel als vorteilhaft für die Gesundheit, da er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren kann.

Maßnahmen zur Korrektur oder Behandlung

Maßnahmen zur Erhöhung des HDL-Cholesterinspiegels umfassen regelmäßige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen, Verzicht auf Rauchen, Reduzierung von Alkoholkonsum und Gewichtsabnahme bei Übergewicht. Es gibt auch Medikamente wie Statine, Fibrat-Derivate und Niacin, die den HDL-Cholesterinspiegel erhöhen können, jedoch sollte ihre Anwendung immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

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