EKG Aufzeichnungen auf einem Blatt

Langzeit-EKG: Gründe und Ablauf

Ein Langzeit-EKG ist eine wichtige Untersuchungsmethode, die von Ärzten durchgeführt wird, um das Herz und den Herzrhythmus von Patienten über einen längeren Zeitraum zu überwachen. In diesem Artikel wird auf die Gründe für ein Langzeit-EKG eingegangen, wie die Untersuchung abläuft und was zu beachten ist.

Kurzfassung

Ein Langzeit-EKG ist ein Verfahren, bei dem die elektrische Aktivität des Herzens über 24 Stunden oder länger aufgezeichnet wird. Es wird verwendet, um Herzrhythmusstörungen zu diagnostizieren, die nicht während eines kurzen EKGs erfasst werden können. Das Tragen des Geräts ist einfach und schmerzlos, aber es gibt einige Einschränkungen wie Vermeidung von Wasser, magnetischen Feldern und starken körperlichen Aktivitäten. Nach der Aufzeichnung wird das EKG von einem Facharzt ausgewertet, der Ergebnisse und Empfehlungen gibt. Ein Langzeit-EKG kann auch dazu beitragen, die Wirksamkeit von Herzmedikamenten zu überwachen.

Wie läuft ein Langzeit-EKG genau ab?

Ein Langzeit-EKG, auch Holter-EKG genannt, ist eine Methode, um Herzaktivitäten über einen längeren Zeitraum hinweg aufzuzeichnen. Die Aufzeichnung erfolgt mittels eines kleinen tragbaren Geräts, das mit Elektroden am Brustkorb befestigt wird. Der Patient trägt das Gerät über einen Zeitraum von 24 Stunden bis zu mehreren Wochen bei sich und führt dabei seinen normalen Alltag fort.

Während dieser Zeit zeichnet das Gerät kontinuierlich die Herzaktivitäten auf, um eventuelle Rhythmusstörungen, Herzfrequenzveränderungen oder andere Abnormalitäten im Herzrhythmus zu erfassen. Zusätzlich kann der Patient Ereignisse, wie z.B. Herzrasen oder Schwindel, notieren, um diese mit der EKG-Aufzeichnung in Verbindung zu bringen.

Nach Abschluss der Aufzeichnung wird das Gerät entfernt und die Daten werden von einem Kardiologen oder einem spezialisierten Techniker ausgewertet. Die Ergebnisse des Langzeit-EKGs helfen bei der Diagnose von Herzrhythmusstörungen und anderen Herzkrankheiten und können auch zur Überwachung der Wirksamkeit einer Herzbehandlung verwendet werden.

Wann muss ein Langzeit-EKG durchgeführt werden?

Ein Langzeit-EKG wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf Herzrhythmusstörungen oder andere Herzprobleme besteht, die nicht während eines kurzen EKGs erkannt werden können. Es kann auch zur Überwachung der Wirksamkeit von Herzmedikamenten eingesetzt werden. Zu den Symptomen, die eine Langzeit-EKG-Überwachung erforderlich machen können, gehören unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen, Schwindel, Ohnmacht oder Brustschmerzen. Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen aufgrund von Faktoren wie Alter, Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen haben, können auch für ein Langzeit-EKG in Betracht gezogen werden. In der Regel wird ein Arzt das Langzeit-EKG für einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden empfehlen, aber in einigen Fällen kann es für längere Zeit durchgeführt werden.

Wie wird ein Langzeit-EKG ausgewertet?

Die Auswertung eines Langzeit-EKGs erfolgt durch einen Arzt oder Kardiologen. Dabei wird das aufgezeichnete Signal des EKGs analysiert und auf mögliche Herzrhythmusstörungen hin untersucht.

Eine Möglichkeit der Auswertung ist die manuelle Sichtung des EKG-Signals durch den Arzt. Hierbei werden mögliche Abweichungen vom normalen Herzrhythmus identifiziert und bewertet. Eine weitere Möglichkeit ist die automatisierte Auswertung mittels spezieller Software, welche eine schnellere Auswertung ermöglicht und dem Arzt Unterstützung bei der Identifikation von Auffälligkeiten gibt.

In beiden Fällen können die Ergebnisse des Langzeit-EKGs Hinweise auf mögliche Erkrankungen des Herzens liefern, wie zum Beispiel Arrhythmien oder Vorhofflimmern. Diese können dann gezielt weiter untersucht und behandelt werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ein unauffälliges Langzeit-EKG nicht zwangsläufig bedeutet, dass keine Herzprobleme vorliegen. Daher sollte die Interpretation der Ergebnisse immer durch einen erfahrenen Arzt erfolgen.

Kann man mit einem Langzeit-EKG schlafen?

Eine Person mit Langzeit-EKG kann während eines Langzeit-EKGs normal schlafen, da es sich um ein tragbares Gerät handelt. Es ist jedoch wichtig, die Empfehlungen des Arztes zu befolgen und sich während der Aufzeichnung so normal wie möglich zu verhalten, um genaue Ergebnisse zu erhalten. In einigen Fällen kann der Arzt empfehlen, ein Schlaflabor aufzusuchen, um eine Schlafapnoe oder andere schlafbezogene Störungen zu diagnostizieren. In diesen Fällen wird möglicherweise ein spezielles tragbares EKG-Gerät verwendet, das speziell für den Einsatz während des Schlafes konzipiert ist. Es ist wichtig, dem Arzt alle Symptome und Beschwerden zu melden, die während des Schlafes auftreten, um eine korrekte Diagnose zu ermöglichen.

Was darf man nicht mit einem Langzeit-EKG?

Ein Langzeit-EKG ist ein wichtiger diagnostischer Test zur Überwachung der elektrischen Aktivität des Herzens über einen längeren Zeitraum. Während des Tests gibt es jedoch einige Aktivitäten und Dinge, die vermieden werden sollten, um die Genauigkeit der Ergebnisse nicht zu beeinträchtigen.

Zunächst sollte der Patient während des Tests auf Sport oder körperliche Aktivitäten verzichten, die den Herzschlag beschleunigen können. Auch anstrengende Tätigkeiten wie Gartenarbeit oder schweres Heben sollten vermieden werden. Rauchen und Alkohol sollten ebenfalls während des Tests nicht konsumiert werden.

Beim Tragen eines Langzeit-EKGs sollte man darauf achten, dass die Elektroden nicht nass werden. Wasser kann die Signale beeinträchtigen oder unterbrechen. Daher sollte man nicht duschen, baden oder schwimmen gehen, solange man das Gerät trägt. Auch starkes Schwitzen oder feuchte Kleidung können das Ergebnis verfälschen. Sollte es dennoch zu unvermeidbarem Kontakt mit Wasser kommen, sollte man dies dem Arzt oder dem medizinischen Personal mitteilen und das Gerät gegebenenfalls vorübergehend abnehmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Elektromagnetischen Störungen, da diese das EKG-Signal beeinträchtigen können. Dazu gehört das Vermeiden von Elektrogeräten wie Mobiltelefonen, die in der Nähe des EKG-Geräts getragen werden, sowie elektrischen Decken und Heizkissen.

Es ist auch wichtig, dass der Patient das EKG-Gerät nicht ohne Zustimmung des Arztes entfernt oder die Elektroden bewegt. Jede Manipulation kann das Signal stören und die Ergebnisse des Tests beeinträchtigen.

Insgesamt ist es wichtig, sich während des Langzeit-EKG-Tests an die Anweisungen des Arztes zu halten und alle Aktivitäten und Gegenstände zu vermeiden, die das Signal beeinträchtigen können. Nur so kann eine genaue Diagnose gestellt und eine wirksame Behandlung durchgeführt werden.

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Blutwerte Redaktion

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