Schlafende Frau im Bett

Schlafapnoe: Atempausen beim Schlafen erkennen und behandeln

Jeder braucht eine ausreichende Menge an qualitativ hochwertigem Schlaf, um sich ausgeruht und erneuert zu fühlen. Aber was passiert, wenn Schlaf durch Atemaussetzer unterbrochen wird? In diesem Artikel wird sich mit der Schlafapnoe befassen, einer Erkrankung, bei der diese Atempausen auftreten, und wie man sie erkennen und behandeln kann.

Kurzfassung

Schlafapnoe ist eine Störung, bei der die Atmung während des Schlafs gestört ist und Atempausen auftreten können. Die Symptome können von Tagesschläfrigkeit, lauten Schnarchen und Konzentrationsproblemen bis hin zu schwerwiegenderen Gesundheitsproblemen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall reichen. Die Diagnose von Schlafapnoe kann durch eine Schlafstudie erfolgen, bei der die Atemmuster während des Schlafs aufgezeichnet werden. Die Behandlungsmöglichkeiten für Schlafapnoe reichen von einer Gewichtsabnahme und Veränderungen des Lebensstils bis hin zu speziellen Atemmasken wie der CPAP-Therapie. Eine effektive Behandlung von Schlafapnoe ist wichtig, um das Risiko für gesundheitliche Probleme zu reduzieren und eine gute Nachtruhe zu gewährleisten.

Was ist Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine häufige Schlafstörung, bei der die Atmung während des Schlafs wiederholt gestoppt oder stark reduziert wird. Die häufigsten Arten der Schlafapnoe sind obstruktive Schlafapnoe (OSA) und zentrale Schlafapnoe (CSA).

Bei der obstruktiven Schlafapnoe wird der Atemweg blockiert, wenn sich die Muskeln im Halsbereich entspannen. Dies führt zu einer Verengung oder Blockierung der Atemwege und somit zu einer Verringerung des Sauerstoffgehalts im Blut. Der Körper reagiert darauf, indem er das Gehirn weckt, um den Atem zu regulieren. Dies kann zu Unterbrechungen des Schlafs führen, die mehrere Male pro Nacht auftreten können.

Bei der zentralen Schlafapnoe hingegen wird die Atmung durch einen Mangel an Signalen aus dem Gehirn gestört, die normalerweise die Atmung steuern. Infolgedessen kann der Körper nicht richtig atmen und es kommt zu einer Unterbrechung des Schlafs.

Was sind die Folgen von Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine Störung, die sich auf die Atmung während des Schlafes auswirkt. Sie tritt auf, wenn die Atemwege blockiert oder eingeschränkt werden, was zu vorübergehenden Atemstillständen führen kann. Dies kann dazu führen, dass der Körper weniger Sauerstoff bekommt und somit zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann. Hier sind einige Folgen von Schlafapnoe:

  1. Tagesschläfrigkeit: Eine der häufigsten Auswirkungen von Schlafapnoe ist eine erhöhte Tagesschläfrigkeit. Menschen mit Schlafapnoe haben Schwierigkeiten, eine ausreichende Nachtruhe zu bekommen, was dazu führen kann, dass sie sich tagsüber müde und schläfrig fühlen. Dies kann zu einer geringeren Produktivität am Arbeitsplatz führen und das Risiko von Unfällen im Straßenverkehr erhöhen.
  2. Bluthochdruck: Schlafapnoe kann auch zu einem erhöhten Blutdruck führen. Wenn der Körper während des Schlafes weniger Sauerstoff bekommt, kann er Hormone produzieren, die den Blutdruck erhöhen. Über einen längeren Zeitraum kann dies zu einem chronisch erhöhten Blutdruck führen, was das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erhöhen kann.
  3. Herzprobleme: Schlafapnoe kann auch zu verschiedenen Herzproblemen führen. Die erhöhte Belastung des Herzens durch den verminderten Sauerstoffgehalt im Blut kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkten und Herzinsuffizienz führen.
  4. Depressionen: Menschen mit Schlafapnoe haben ein erhöhtes Risiko für Depressionen. Schlafapnoe kann dazu führen, dass man sich müde, traurig und antriebslos fühlt, was das Risiko für Depressionen erhöhen kann.
  5. Diabetes: Schlafapnoe kann auch das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Wenn der Körper während des Schlafes weniger Sauerstoff bekommt, kann dies den Stoffwechsel beeinflussen und zu Insulinresistenz führen, was das Risiko für Diabetes erhöhen kann.
  6. Gewichtszunahme: Menschen mit Schlafapnoe haben oft Schwierigkeiten, Gewicht zu verlieren oder ein gesundes Gewicht zu halten. Die Hormone, die während des Schlafes produziert werden, können den Stoffwechsel beeinflussen und dazu führen, dass der Körper mehr Fett speichert. Dies kann zu einer Gewichtszunahme führen, was das Risiko für weitere Gesundheitsprobleme erhöhen kann.

Schlafapnoe kann also zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Sie den Verdacht haben, an Schlafapnoe zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können dazu beitragen, die negativen Auswirkungen von Schlafapnoe zu reduzieren und das Risiko für schwerwiegende Gesundheitsprobleme zu senken.

Was sind die Symptome von Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine Störung, die die Atmung während des Schlafes beeinträchtigt. Menschen mit Schlafapnoe haben während des Schlafes immer wieder Atemaussetzer, was zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Körpers führen kann. Dies kann zu einer Reihe von Symptomen führen, die hier beschrieben werden:

  1. Lautstarkes Schnarchen: Ein häufiges Symptom von Schlafapnoe ist lautes Schnarchen. Menschen mit Schlafapnoe schnarchen oft laut und unregelmäßig, da die Atemwege blockiert sind und der Luftstrom eingeschränkt ist.
  2. Atemaussetzer: Ein weiteres häufiges Symptom von Schlafapnoe sind Atemaussetzer während des Schlafes. Diese Atempausen können von einigen Sekunden bis zu einer Minute dauern und können sich mehrmals in der Nacht wiederholen. Sie können von einem lauten Schnarchgeräusch gefolgt werden, wenn die Atmung wieder einsetzt.
  3. Müdigkeit und Erschöpfung: Menschen mit Schlafapnoe haben oft Schwierigkeiten, eine ausreichende Nachtruhe zu bekommen, was zu Müdigkeit und Erschöpfung während des Tages führen kann. Sie können sich tagsüber schläfrig und unkonzentriert (Konzentrationsschwäche) fühlen und Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren.
  4. Kopfschmerzen: Schlafapnoe kann auch zu häufigen Kopfschmerzen führen, insbesondere am Morgen. Dies kann auf eine verminderte Sauerstoffversorgung des Gehirns während des Schlafes zurückzuführen sein.
  5. Trockener Mund und Rachen: Menschen mit Schlafapnoe können auch einen trockenen Mund und Rachen haben, wenn sie aufwachen. Dies kann auf das Schnarchen und die Atmung durch den Mund zurückzuführen sein.
  6. Schwitzen während des Schlafes: Menschen mit Schlafapnoe können auch während des Schlafes stark schwitzen. Dies kann auf die Anstrengung des Körpers zurückzuführen sein, um ausreichend Sauerstoff zu bekommen.
  7. Stimmungsschwankungen: Schlafapnoe kann auch zu Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit führen. Menschen mit Schlafapnoe können sich leicht gestresst oder überfordert fühlen, was sich auf ihre Stimmung auswirken kann.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Schlafapnoe kann dazu beitragen, die Symptome zu reduzieren und das Risiko für schwerwiegende Gesundheitsprobleme zu senken.

Wie wird Schlafapnoe diagnostiziert?

Schlafapnoe ist eine Störung, bei der die Atmung während des Schlafs gestört ist. Wenn Sie vermuten, dass Sie an Schlafapnoe leiden, ist es wichtig, eine genaue Diagnose zu erhalten, damit Sie die richtige Behandlung erhalten können. Hier sind die Schritte, die Ihr Arzt in der Regel unternimmt, um eine Diagnose von Schlafapnoe zu stellen:

  1. Anamnese: Ihr Arzt wird Sie nach Ihren Symptomen und Ihrer medizinischen Vorgeschichte befragen. Dazu gehört auch die Frage, ob Sie schnarchen, Atemaussetzer haben oder tagsüber müde sind.
  2. Körperliche Untersuchung: Ihr Arzt kann auch eine körperliche Untersuchung durchführen, um nach Anzeichen von Schlafapnoe zu suchen. Dazu gehört auch die Untersuchung von Hals und Mund auf Anzeichen von Verengung oder Blockierung der Atemwege.
  3. Schlafstudie: Die Schlafstudie ist der Goldstandard für die Diagnose von Schlafapnoe. Es gibt zwei Arten von Schlafstudien: Die Polysomnographie (PSG) und die ambulante Schlaflaboruntersuchung (APAP).
  4. Polysomnographie (PSG): Die PSG ist eine umfassende Schlafstudie, die in einem Schlaflabor durchgeführt wird. Während der PSG werden verschiedene Körperfunktionen gemessen, einschließlich der Gehirnaktivität, der Augenbewegungen, des Herzrhythmus, des Atemmusters und der Muskelaktivität. Die PSG kann helfen, die Schwere der Schlafapnoe zu bestimmen und andere Schlafstörungen auszuschließen.
  5. Ambulante Schlaflaboruntersuchung (APAP): Die APAP ist eine ambulante Schlafstudie, die zu Hause durchgeführt werden kann. Der Patient bekommt ein kleines Gerät, das während des Schlafs getragen wird und verschiedene Körperfunktionen misst. Diese Geräte können oft auch zur Behandlung von Schlafapnoe eingesetzt werden.
  6. Oxymetrie: Eine weitere Möglichkeit zur Diagnose von Schlafapnoe ist die Oxymetrie. Hierbei handelt es sich um eine Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut während des Schlafs. Ein Gerät wird an den Finger des Patienten angelegt und misst die Sauerstoffsättigung im Blut. Wenn die Sauerstoffsättigung während des Schlafs abfällt, kann dies auf Schlafapnoe hinweisen.

Sobald eine Diagnose von Schlafapnoe gestellt wurde, kann Ihr Arzt Ihnen die beste Behandlungsoption empfehlen. Die Behandlung von Schlafapnoe kann helfen, die Symptome zu lindern und das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Probleme zu reduzieren.

Wie behandelt man Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine Störung, bei der die Atmung während des Schlafs gestört ist. Die Behandlung von Schlafapnoe hängt von der Schwere der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. Hier sind einige der gängigen Behandlungsoptionen für Schlafapnoe:

Kontinuierliche positive Atemwegsdrucktherapie (CPAP): Die CPAP-Therapie ist die häufigste und effektivste Behandlungsoption für Schlafapnoe. Dabei wird dem Patienten eine Maske aufgesetzt, die über einen Schlauch mit einem Gerät verbunden ist, das kontinuierlich Luftdruck in die Atemwege bläst, um sie offen zu halten. Die CPAP-Therapie kann die Symptome von Schlafapnoe lindern und das Risiko für gesundheitliche Probleme reduzieren.

Bilevel positive Atemwegsdrucktherapie (BiPAP): Die BiPAP-Therapie ist ähnlich wie die CPAP-Therapie, jedoch wird dabei ein unterschiedlicher Luftdruck verwendet, um das Atmen zu unterstützen. Die BiPAP-Therapie kann für Patienten mit schwerer Schlafapnoe oder anderen Atemproblemen nützlich sein.

Adaptive Servo-Ventilation (ASV): Die ASV-Therapie ist eine spezielle Form der Beatmungstherapie, die für Patienten mit zentraler Schlafapnoe oder Cheyne-Stokes-Atmung nützlich sein kann. Dabei wird der Luftdruck automatisch an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst.

Gewichtsabnahme: Übergewicht ist ein häufiger Risikofaktor für Schlafapnoe. Eine Gewichtsabnahme kann dazu beitragen, die Symptome von Schlafapnoe zu reduzieren oder sogar zu beseitigen.

Veränderung des Lebensstils: Änderungen des Lebensstils wie Vermeidung von Alkohol, Rauchen und sedierenden Medikamenten können dazu beitragen, die Symptome von Schlafapnoe zu reduzieren.

Chirurgische Eingriffe: In einigen Fällen kann eine Operation notwendig sein, um den Atemweg zu erweitern und die Symptome von Schlafapnoe zu reduzieren. Zu den häufigen chirurgischen Eingriffen gehören die Entfernung von Gaumenmandeln oder das Durchtrennen des Gaumensegels.

Es ist wichtig, eine Behandlung für Schlafapnoe zu suchen, da die Erkrankung das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes erhöhen kann. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, die beste Behandlungsoption für Ihre spezifischen Bedürfnisse zu finden.

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