Low Density Lipoprotein Cholesterin (LDL)

DL-Cholesterin – Das ’schlechte‘ Cholesterin im Fokus. Dieser Artikel beleuchtet die spezifische Rolle von LDL-Cholesterin im Zusammenhang mit der Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Erfahre mehr über die Bedeutung von LDL-Cholesterin, die Risiken bei erhöhten Werten und präventive Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Cholesterinspiegels.

Kurzfassung

LDL-Cholesterin ist auch bekannt als „schlechtes“ Cholesterin, da ein hoher LDL-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Ursachen für hohe LDL-Spiegel sind unter anderem ungesunde Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität und genetische Faktoren. Zur Senkung des LDL-Cholesterinspiegels können Änderungen des Lebensstils wie Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität sowie medikamentöse Therapien eingesetzt werden.

Defintion

Low Density Lipoprotein (LDL) Cholesterin ist eine Art von Lipoprotein, das Cholesterin im Blut transportiert. LDL-Cholesterin wird oft als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da ein hoher Anteil von LDL-Cholesterin im Blut mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Es wird hauptsächlich in der Leber produziert und an verschiedene Zellen im Körper abgegeben. Ein Teil des LDL-Cholesterins wird vom Körper verwendet, um Hormone und Zellmembranen aufzubauen, während ein Überschuss zu Ablagerungen in den Arterien führen kann.

Normwerte

Der LDL-Cholesterinspiegel sollte unter 130 mg/dL liegen, wobei Werte zwischen 130 und 159 mg/dL als grenzwertig und Werte über 160 mg/dL als hoch angesehen werden. Ein LDL-Cholesterinwert von unter 100 mg/dL wird als optimal betrachtet.

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Ursachen

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum der LDL-Cholesterinwert im Körper schwanken kann. Es ist jedoch wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren und festzustellen, ob es sich um eine Abweichung nach oben oder unten handelt, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Im nächsten Abschnitt werden einige mögliche Ursachen für solche Abweichungen aufgelistet.

Erniedrigte Werte

Eine erniedrigte Konzentration von LDL-Cholesterin ist in der Regel weniger häufig und kann aufgrund genetischer Störungen wie familiärer Hypobetalipoproteinämie oder der seltenen Krankheit Abetalipoproteinämie auftreten. Allerdings können auch einige Medikamente wie Statine und andere Cholesterinsenker zu einer Senkung der LDL-Cholesterinwerte führen.

Erhöhte Werte

Die Ursachen für erhöhte LDL-Cholesterinwerte sind vielfältig und können sowohl genetische als auch lifestyle-bezogene Faktoren umfassen. Dazu gehören unter anderem eine fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen. Auch bestimmte Krankheiten wie Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie hormonelle Störungen können zu erhöhten LDL-Cholesterinwerten führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur einige der möglichen Ursachen für abnormale LDL-Cholesterinwerte sind und dass eine genaue Diagnose durch einen Arzt erforderlich ist.

Symptome und Krankheiten

In der Regel gibt es keine spezifischen Symptome, die auf einen hohen LDL-Cholesterinspiegel hinweisen.

Hohe LDL-Cholesterinwerte können jedoch zu Ablagerungen in den Arterien führen, was das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erhöht. Wenn diese Erkrankungen auftreten, können Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Lähmungserscheinungen auftreten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch andere Ursachen haben können und nicht immer auf einen hohen LDL-Cholesterinspiegel hinweisen.

Daher ist es wichtig, regelmäßige Blutuntersuchungen durchzuführen, um den LDL-Cholesterinspiegel im Auge zu behalten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu minimieren.

Maßnahmen zur Korrektur oder Behandlung

Die Behandlung von hohem LDL-Cholesterin zielt darauf ab, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Die Maßnahmen umfassen in der Regel eine Kombination aus Lebensstiländerungen und Medikamenten:

  1. Lebensstiländerungen:
  • Ernährungsumstellung: Vermeidung von gesättigten und trans-Fetten, Erhöhung der Ballaststoffaufnahme, Verzehr von Obst und Gemüse, fettarmer Milchprodukte und Fisch.
  • Erhöhung der körperlichen Aktivität: regelmäßige Bewegung verbessert das Cholesterinprofil, Senkung des Blutdrucks und hilft bei Gewichtsabnahme.
  • Rauchentwöhnung: Rauchen erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beeinträchtigt die Wirkung von LDL-Cholesterinsenkern.
  1. Medikamente:
  • Statine: diese Medikamente senken das LDL-Cholesterin und reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Ezetimib: ein Medikament, das die Absorption von Cholesterin im Darm reduziert.
  • PCSK9-Inhibitoren: diese Medikamente senken das LDL-Cholesterin, indem sie ein Protein blockieren, das den Abbau von LDL-Rezeptoren im Körper verhindert.

Es ist wichtig, dass die Behandlung immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgt, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

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Blutwerte Redaktion

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