Frau guckt in die ferne, am Meer bei Sonnenuntergang

Wechseljahre: So verändern sich die Blutwerte

Die Symptome der Wechseljahre können belastend sein, dennoch können sie nicht immer direkt zugeordnet werden. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Blutwerte bei der Erkennung helfen können, was die einzelnen Laborwerte bedeuten und wie hoch die Werte im normalerweise sind.

Kurzfassung

Während der Wechseljahre einer Frau verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Blutwerte können sich verändern. Hormonspiegel wie Östrogen, Progesteron und Testosteron können absinken, während andere wie FSH und LH ansteigen. Ein Bluttest kann helfen, diese Veränderungen zu erkennen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Auch der AMH-Test kann Aufschluss darüber geben, wie es um die Eizellreserve steht. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte während der Wechseljahre kann somit dazu beitragen, mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Was passiert in den Wechseljahren?

Frauen durchlaufen in den Jahren vor und nach ihrer letzten Menstruation eine Phase namens Wechseljahre oder Klimakterium. Dies ist der Übergang von der Phase der Fruchtbarkeit zur Zeit, in der eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Typischerweise beginnen die Wechseljahre im Alter von 40 bis 45 Jahren. Der Körper produziert allmählich weniger Geschlechtshormone und der Eisprung bleibt häufiger aus, was zu einer Abnahme der Fruchtbarkeit führt. Die Menstruationszyklen werden unregelmäßiger und können kürzer oder länger sein, bevor sie schließlich ganz aufhören.

Die letzte Menstruation wird als Menopause bezeichnet und tritt im Durchschnitt im Alter von 51 bis 52 Jahren auf. Es gibt jedoch eine große Bandbreite, da einige Frauen die Menopause bereits mit 45 Jahren oder sogar früher erreichen können, während andere sie erst in ihren 50ern erleben. Der hormonelle Übergang kann mehrere Jahre dauern, bis er abgeschlossen ist.

Obwohl Hormontests in der Frauenarztpraxis verfügbar sind, sind sie in der Regel nicht notwendig, da Frauen die Anzeichen der Wechseljahre selbst erkennen können. Krankenkassen übernehmen die Kosten für Hormontests nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel beim Verdacht auf vorzeitige Wechseljahre.

Eine vorzeitige Menopause tritt auf, wenn eine Frau vor dem Alter von 40 Jahren ihre letzte Menstruation hat. Bestimmte Therapien, wie zum Beispiel Krebstherapien, können vorzeitige Wechseljahre verursachen. Frauen, die davon betroffen sind, sollten sich individuell von ihren behandelnden Ärzten beraten lassen.

Wie erkennt man die Wechseljahre?

Es gibt eine Reihe von Anzeichen, die auf den Beginn der Wechseljahre hinweisen können. Zu den häufigsten gehören unregelmäßige Perioden, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit. Diese Symptome können jedoch auch durch andere Faktoren wie Stress oder Krankheiten verursacht werden, daher ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären.

Es gibt auch Tests, die durchgeführt werden können, um den Hormonspiegel im Blut zu überprüfen. Ein solcher Test ist der Follikelstimulierende Hormontest (FSH-Test), der den Hormonspiegel im Blut misst.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Wechseljahre für jede Frau unterschiedlich verlaufen und nicht alle Frauen dieselben Symptome haben. Es ist jedoch wichtig, auf Veränderungen im Körper zu achten und bei Bedenken einen Arzt aufzusuchen.

Was sagen die Blutwerte über die Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind ein wichtiger Abschnitt im Leben einer Frau, der oft von hormonellen Veränderungen begleitet wird. Diese Veränderungen können sich auch in den Blutwerten widerspiegeln und wichtige Hinweise auf den Zustand des Körpers geben. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die verschiedenen Blutwerte und was sie über die Wechseljahre aussagen.

FSH und LH: FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) sind zwei Hormone, die bei Frauen in den Wechseljahren oft erhöht sind. Das liegt daran, dass der Körper weniger Östrogen produziert und deshalb versucht, die Produktion durch erhöhte FSH- und LH-Werte anzukurbeln. Ein hoher FSH-Wert kann ein Hinweis darauf sein, dass eine Frau sich in den Wechseljahren befindet. Normalwert FSH: 1,5-12,4 mIU/ml und Normalwert LH: 1,9-12,5 mIU/ml.

AMH-Test: Der AMH (Anti-Müller-Hormon)-Test misst den Spiegel eines Hormons, das von den Eierstöcken produziert wird. Da der AMH-Spiegel mit der Anzahl der Eierstöcke korreliert, kann er ein Hinweis auf die Eierstockreserve sein. Ein niedriger AMH-Spiegel kann darauf hindeuten, dass eine Frau sich den Wechseljahren nähert oder dass ihre Eierstockreserve niedrig ist. Die Normalwerte variieren je nach Alter und Zyklusphase.

Östrogen und Progesteron: Östrogen und Progesteron sind zwei Hormone, die von den Eierstöcken produziert werden und in den Wechseljahren oft sinken. Ein niedriger Östrogenspiegel kann zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und anderen Symptomen führen. Ein niedriger Progesteronspiegel kann das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Die Normalwert für Östrogen und Progesteron variieren je nach Alter und Zyklusphase.

Testosteron: Testosteron ist ein männliches Hormon, das auch bei Frauen vorkommt. Der Testosteronspiegel kann in den Wechseljahren sinken, was zu sexuellen Problemen, Stimmungsschwankungen und einem verminderten Muskeltonus führen kann. Die Normalwert liegen bei 15-70 ng/dl bei Frauen.

Schilddrüsenhormone: Schilddrüsenhormone sind für den Stoffwechsel und die Energieproduktion im Körper verantwortlich. Veränderungen der Schilddrüsenfunktion können zu Müdigkeit, Gewichtszunahme und anderen Symptomen führen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kommt bei Frauen in den Wechseljahren häufiger vor. Normalwerte: TSH 0,4-4,0 mIU/L, T3 80-220 ng/dL, T4 4,5-12,0 µg/dL.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Blutwerte ein wichtiges Instrument sind, um den Zustand des Körpers in den Wechseljahren zu überwachen und mögliche Veränderungen festzustellen. Wer sich unsicher ist, ob seine Blutwerte im Normalbereich liegen, sollte einen Arzt aufsuchen und eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen.

Wie wirken sich die Wechseljahre auf den Körper aus?

Die Wechseljahre, auch bekannt als Menopause, bezeichnen den Zeitraum im Leben einer Frau, in dem die Hormonproduktion der Eierstöcke allmählich nachlässt und schließlich zum Erliegen kommt. Diese Veränderung wirkt sich auf den gesamten Körper aus.

Ein häufiges Symptom der Wechseljahre sind Hitzewallungen, die durch plötzliche Schwankungen im Hormonspiegel verursacht werden. Auch Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten können auftreten. Aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels können auch Veränderungen im Intimbereich und ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

Die Veränderungen im Hormonspiegel können auch körperliche Veränderungen zur Folge haben. So kann es zum Beispiel zu einer Gewichtszunahme und einer Veränderung der Körperzusammensetzung kommen. Auch das Risiko für bestimmte Krebsarten, wie Brustkrebs und Gebärmutterkrebs, kann erhöht sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Auswirkungen der Wechseljahre von Frau zu Frau unterschiedlich sein können und nicht alle Frauen die gleichen Symptome erfahren. Eine gesunde Lebensweise, regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, einige der Auswirkungen der Wechseljahre zu mildern. In einigen Fällen kann auch eine Hormonersatztherapie in Erwägung gezogen werden, um die Symptome zu lindern.

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Blutwerte Redaktion

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