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Asthma: Wichtige Blutwerte & Behandlung

Asthma kann ein belastendes Leiden sein und eine genaue Diagnose sowie effektive Behandlung sind entscheidend für eine bessere Lebensqualität. Blutwerte können dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Erfahre hier, welche Symptome auf Asthma hindeuten können, wie die Krankheit diagnostiziert werden kann und welche Blutwerte dabei relevant sind

Kurzfassung

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die anfallsartig auftritt und nicht direkt im Blut festgestellt werden kann. Bluttests können allerdings helfen, andere Erkrankungen auszuschließen oder einen Hinweis zu geben. Relevante Blutwerte sind Eosinophile, CRP und IgE-Antikörper helfen. Eosinophile sind spezielle weiße Blutkörperchen, die bei allergischen Entzündungen erhöht sein können. CRP kann auf eine akute Entzündung hinweisen und bei schwerem Asthma erhöht sein. IgE-Antikörper sind spezifische Immunantworten auf allergische Auslöser und können bei allergischem Asthma erhöht sein. Die Behandlung von Asthma beinhaltet in der Regel die Verwendung von inhalativen Medikamenten wie Kortikosteroiden, Bronchodilatatoren und Anticholinergika, um Entzündungen und Verengungen der Atemwege zu reduzieren. Es ist auch wichtig, Auslöser wie Allergene und irritierende Stoffe zu vermeiden. Langfristige Kontrolle von Asthma wird durch regelmäßige Überwachung und Anpassung der Behandlung gewährleistet. Ein individueller Behandlungsplan sollte immer in Absprache mit einem Arzt erstellt werden.

Was ist Asthma?

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die anfallsartig auftritt. Es gibt verschiedene Formen von Asthma, wie das allergische und das nichtallergische Asthma. Bei allergischem Asthma reagiert der Körper auf bestimmte Allergene, wie Pollen, Tierhaare, Schimmel oder Hausstaubmilben. Es tritt häufig im Kindesalter auf und ist bei Betroffenen von Neurodermitis oder Milchschorf häufiger zu beobachten. Nichtallergisches Asthma tritt hingegen meist erst bei Erwachsenen im Alter von 30 bis 40 Jahren auf und wird durch andere Reize ausgelöst, wie bestimmte Medikamente, Stress, körperliche Anstrengung, kalte Luft oder Luftschadstoffe. Eine Mischform kann auftreten, bei der sich allergisches Asthma im Laufe der Zeit zu nichtallergischem Asthma entwickelt und somit eine Anpassung der Behandlung erforderlich machen kann.

Wie erkennt man Asthma?

Typische Symptome von Asthma sind Atemnot, Husten, Keuchen und Engegefühl in der Brust. Diese Symptome können sich schleichend entwickeln oder plötzlich auftreten, je nach Auslöser und Schweregrad der Erkrankung.

Atemnot ist eines der häufigsten Symptome von Asthma. Sie tritt meistens während körperlicher Anstrengung oder nachts auf und kann von einem Engegefühl in der Brust begleitet sein. Ein weiteres typisches Symptom ist Husten, insbesondere nachts oder früh am Morgen. Das Husten kann trocken oder produktiv sein und mit Auswurf verbunden sein.

Ein weiteres häufiges Symptom von Asthma ist Keuchen, das sich anhört wie ein pfeifendes oder schnaufendes Geräusch beim Atmen. Dies tritt häufig bei Ausatmen auf und kann auch von einem Engegefühl in der Brust begleitet sein.

Asthmasymptome können bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein und sie können sich im Laufe der Zeit ändern. Einige Menschen haben nur gelegentliche Symptome, während andere täglich Symptome haben, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen können.

In schweren Fällen von Asthma können die Symptome lebensbedrohlich sein und eine medizinische Notfallbehandlung erfordern.

Wie wird Asthma diagnostiziert?

Die Diagnose von Asthma beginnt in der Regel mit einer körperlichen Untersuchung durch einen Arzt oder Lungenfacharzt (Pulmologe). Der Arzt wird nach Symptomen fragen, wie Husten, Atemnot, pfeifendem Atem und Brustenge. Zudem wird der Arzt auch nach der medizinischen Vorgeschichte fragen, einschließlich familiärer Vorerkrankungen und früherer oder gegenwärtiger Asthma-Anfälle.

Eine Spirometrie ist eine häufige Diagnosemethode bei Asthma. Es handelt sich dabei um eine Lungenfunktionstest, bei dem die Menge an Luft, die ein Patient ein- und ausatmen kann, gemessen wird. Hierzu wird ein Gerät, das sogenannte Spirometer, verwendet. Der Patient atmet tief ein und dann so schnell und stark wie möglich aus. Die Messungen geben Aufschluss darüber, ob die Atemwege verengt sind und wie stark diese Verengung ist.

Ein Peak-Flow-Meter ist ein kleines Gerät, das die Geschwindigkeit misst, mit der ein Patient Luft ausatmen kann. Es wird häufig von Patienten zu Hause verwendet, um ihre Atmung zu überwachen und die Asthma-Behandlung zu optimieren.

In einigen Fällen kann ein Arzt auch eine Provokationstest durchführen. Hierbei werden dem Patienten Substanzen wie Methacholin oder Histamin verabreicht, die die Atemwege reizen und Verengungen auslösen können. Dies hilft dem Arzt, die Reaktionsfähigkeit der Atemwege zu bestimmen und die Diagnose zu bestätigen.

In manchen Fällen kann eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchgeführt werden, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen. Allerdings wird sie nicht bei jeder Asthma-Diagnose empfohlen.

Kann Asthma im Blut festgestellt werden?

Die Diagnose von Asthma erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und Lungenfunktionstests. Bluttests können bei der Diagnosestellung von Asthma keine alleinige Rolle spielen, da es keine spezifischen Blutmarker für Asthma gibt. Dennoch kann ein Bluttest Hinweise auf entzündliche Prozesse in den Atemwegen liefern und somit zur Diagnose beitragen.

Bei einem Bluttest können beispielsweise die Entzündungsmarker wie Eosinophile und CRP gemessen werden. Bei Asthma-Patienten sind diese Werte oft erhöht, da Asthma eine entzündliche Erkrankung der Atemwege ist. Auch IgE-Antikörper im Blut können auf eine allergische Ursache für Asthma hinweisen, da sie eine Immunreaktion auf Allergene auslösen.

Allerdings kann ein erhöhter Wert dieser Blutmarker auch bei anderen Erkrankungen auftreten, sodass eine alleinige Diagnose von Asthma durch einen Bluttest nicht möglich ist. Es ist daher wichtig, eine umfassende Anamnese und körperliche Untersuchung durchzuführen und auch andere Diagnoseverfahren wie Lungenfunktionstests in Betracht zu ziehen.

Wie kann Asthma behandelt werden?

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die in der Regel nicht geheilt werden kann, aber durch geeignete Therapiemaßnahmen gut kontrolliert werden kann. Die Behandlung von Asthma zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Entzündung in den Atemwegen zu reduzieren. Eine geeignete Behandlung kann individuell unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren wie der Schwere der Erkrankung und den individuellen Symptomen ab.

In der Regel besteht die Behandlung von Asthma aus einer Kombination von Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen. Die am häufigsten eingesetzten Medikamente sind inhalative Kortikosteroide, die die Entzündung in den Atemwegen reduzieren und somit die Symptome lindern. Bronchodilatatoren, die die Verengung der Atemwege durch Entspannung der Muskulatur reduzieren, sind ein weiteres häufig verwendetes Medikament. Es gibt auch langwirksame Bronchodilatatoren, die zur Linderung von Symptomen eingesetzt werden können.

Eine sinnvolle Ergänzung der medikamentösen Therapie sind Verhaltensmaßnahmen wie Rauchverzicht und Vermeidung von Allergenen, die die Atemwege irritieren. Regelmäßige körperliche Betätigung und sportliche Aktivitäten sind ebenfalls zu empfehlen, um die Lungenfunktion und körperliche Fitness zu verbessern.

In schwereren Fällen von Asthma kann eine zusätzliche Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden oder anderen entzündungshemmenden Medikamenten notwendig sein. In manchen Fällen kann auch eine Immuntherapie gegen Allergene in Betracht gezogen werden, um die allergische Reaktion zu reduzieren.

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