Baby Hand umklammert Finger von Mutter

Epilepsie bei Kindern: Symptome & Therapie

Epilepsie bei Kindern – eine rätselhafte Erkrankung, die das Leben junger Menschen stark beeinflusst. Entdecke in diesem Artikel die oft übersehenen Symptome von kindlicher Epilepsie und erfahre mehr über die neuesten Therapieansätze, die Hoffnung auf ein besseres Leben bieten.

Kurzfassung

Epilepsie bei Kindern ist eine neurologische Erkrankung, die wiederkehrende Anfälle verursacht. Es gibt verschiedene Formen von Epilepsie, wie fokale und generalisierte Anfälle. Bei Kindern können Anfälle anders aussehen als bei Erwachsenen. Symptome können motorische Veränderungen, sensorische Empfindungen oder Verhaltensänderungen umfassen. Mögliche Auslöser sind Fieber, Schlafmangel, Stress und Reizüberflutung. Die Behandlung umfasst in der Regel medikamentöse Therapie mit Antiepileptika, während eine gesunde Lebensweise und ein unterstützendes Umfeld ebenfalls wichtig sind. Die schulische Integration und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind entscheidend. Eine individuelle Betreuung und Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und dem medizinischen Team ist notwendig, um Kindern mit Epilepsie ein bestmögliches Leben zu ermöglichen.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Anfälle charakterisiert ist. Bei Epilepsie kommt es zu einer vorübergehenden Störung der normalen Gehirnfunktion. Dabei können die Nervenzellen im Gehirn unkontrolliert und synchron abfeuern, was zu verschiedenen Symptomen führen kann. Diese Anfälle können unterschiedlich aussehen, von kurzzeitigen Bewusstseinsveränderungen bis hin zu Krämpfen oder ungewöhnlichen Empfindungen. Epilepsie kann Menschen jeden Alters betreffen und kann verschiedene Ursachen haben.

Welche Formen der Epilepsie gibt es?

Es gibt verschiedene Formen von Epilepsie, die sich in Bezug auf die Art der Anfälle, das Alter des Auftretens, die betroffenen Gehirnbereiche und andere Faktoren unterscheiden. Eine häufige Form ist die generalisierte Epilepsie, bei der beide Gehirnhälften betroffen sind. Hierzu gehören tonisch-klonische Anfälle, Absencen, myoklonische Anfälle und atonische Anfälle.

Eine weitere Form ist die fokale (partielle) Epilepsie, bei der die Anfälle in einem bestimmten Bereich des Gehirns beginnen und sich auf andere Bereiche ausbreiten können. Die Symptome variieren je nach betroffener Gehirnregion und können sensorische Veränderungen, motorische Symptome und kognitive Veränderungen umfassen.

Eine spezifische Form der fokalen Epilepsie ist die Temporallappenepilepsie, bei der die Anfälle im Temporallappen des Gehirns auftreten. Dies kann zu beeinträchtigtem Bewusstsein, Halluzinationen, Erinnerungsstörungen und emotionalen Veränderungen führen.

Andere Formen von Epilepsie sind die Absence-Epilepsie, die vor allem im Kindesalter auftritt und durch kurze Bewusstseinspausen gekennzeichnet ist, sowie infantile Spasmen, die bei Säuglingen auftreten und charakteristische Krampfanfälle verursachen.

Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur einige der vielen Formen von Epilepsie sind. Jeder Fall ist einzigartig und kann unterschiedliche Symptome und Anfallsarten aufweisen.

Was ist die Absence-Epilepsie?

Die Absence-Epilepsie ist eine Form der Epilepsie, die hauptsächlich bei Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren auftritt. Es ist gekennzeichnet durch kurze Bewusstseinspausen oder „Absencen“, bei denen das Kind für einige Sekunden die Umgebung nicht wahrnimmt und den Kontakt unterbricht. Während einer Absence-Episode kann das Kind den Blick leeren oder einfrieren, ohne zu reagieren. Diese Anfälle treten häufig mehrmals am Tag auf und können die Aufmerksamkeit und das Lernen des Kindes beeinträchtigen. Absence-Epilepsie wird oft durch eine genetische Veranlagung verursacht, aber auch andere Faktoren wie Schlafmangel oder Stress können Anfälle auslösen. Die Behandlung besteht in der Regel aus Antiepileptika, die die Anfallshäufigkeit reduzieren und die Lebensqualität des Kindes verbessern sollen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Ärzten und Lehrern ist wichtig, um das Kind bestmöglich zu unterstützen und seine Bildung und Entwicklung zu fördern.

Was ist besonders bei Epilepsie bei Kindern?

Kinder mit Epilepsie haben oft besondere Bedürfnisse und Herausforderungen im Vergleich zu erwachsenen Epilepsiepatienten. Ihr sich entwickelndes Gehirn und ihr körperliches Wachstum können sich auf die Art und Weise auswirken, wie sich die Epilepsie manifestiert und wie sie auf die Behandlung ansprechen. Bei Kindern kann die Diagnose und Behandlung von Epilepsie komplex sein, da sie noch nicht in der Lage sind, ihre Symptome oder Anfälle so präzise zu beschreiben wie Erwachsene. Zudem können Kinder auf bestimmte Medikamente anders reagieren als Erwachsene. Ein multidisziplinärer Ansatz, der die Zusammenarbeit von Pädiatern, Neurologen, Neuropsychologen, Epilepsie-Spezialisten und anderen Fachleuten umfasst, ist wichtig, um die bestmögliche Versorgung für Kinder mit Epilepsie zu gewährleisten.

Wie erkennt man Epilepsie bei Kindern?

Epilepsie bei Kindern kann sich durch eine Vielzahl von Symptomen äußern. Krampfanfälle sind das bekannteste Anzeichen und können verschiedene Formen haben. Generalisierte Anfälle führen zum Verlust von Bewusstsein und Muskelkontrolle, begleitet von rhythmischem Zucken oder Zittern der Arme und Beine. Fokale Anfälle hingegen können sich in spezifischen Bewegungen, Empfindungen oder Verhaltensänderungen zeigen.

Des Weiteren können Kinder mit Epilepsie Absencen erleben, bei denen sie für kurze Zeit das Bewusstsein verlieren oder abwesend wirken. Verhaltensänderungen sind ebenfalls möglich, wie plötzliche Aggressivität, Ängstlichkeit, impulsives Verhalten oder Stimmungsschwankungen, die vor, während oder nach einem Anfall auftreten können.

Veränderungen in der Wahrnehmung sind ein weiteres Symptom, bei dem Kinder beispielsweise Lichtblitze sehen, seltsame Geräusche hören oder ungewöhnliche Gerüche und Geschmäcker wahrnehmen können.

Zusätzlich können kognitive Beeinträchtigungen auftreten, die sich auf die Konzentration, das Gedächtnis, das Lernen oder die sprachliche Entwicklung auswirken können.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kinder mit Epilepsie alle diese Symptome aufweisen. Jedes Kind ist einzigartig und kann unterschiedliche Anzeichen und Schweregrade der Erkrankung zeigen.

Was sind die Auslöser von Epilepsie bei Kindern?

Epilepsie bei Kindern kann durch verschiedene Auslöser verursacht werden. Es gibt bestimmte Faktoren, die bei einigen Kindern Anfälle auslösen können. Dazu gehören:

Fieber: Fieberkrämpfe treten häufig bei kleinen Kindern auf und können zu epileptischen Anfällen führen. Es ist wichtig, Fieber bei Kindern zu kontrollieren und entsprechend zu behandeln.

Schlafmangel: Unregelmäßiger Schlaf oder Schlafmangel kann bei manchen Kindern Anfälle auslösen. Daher ist es wichtig, dass Kinder ausreichend und regelmäßig schlafen.

Stress: Starke emotionale Belastungen, Angstzustände oder Stress können epileptische Anfälle bei Kindern auslösen oder verschlimmern. Eine stressfreie Umgebung und Bewältigungsstrategien können hilfreich sein.

Reizüberflutung: Starke sensorische Reize wie helles Licht, laute Geräusche oder flackernde Bildschirme können epileptische Anfälle bei einigen Kindern auslösen. Es ist ratsam, solche Reize zu minimieren oder zu vermeiden.

Medikamente und Hormonveränderungen: Bestimmte Medikamente oder hormonelle Veränderungen im Körper, wie sie während der Pubertät auftreten, können epileptische Anfälle bei einigen Kindern auslösen.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kinder mit Epilepsie die gleichen Auslöser haben. Jedes Kind ist einzigartig und kann unterschiedlich auf bestimmte Faktoren reagieren. Eine genaue Beobachtung und Identifizierung individueller Auslöser können helfen, Anfälle zu vermeiden oder zu minimieren. In einigen Fällen können Anfälle auch ohne erkennbaren Auslöser auftreten.

Wie sollte bei Epilepsie bei Kindern gehandelt werden?

Zunächst ist eine genaue Diagnosestellung von entscheidender Bedeutung. Ein Facharzt für Neurologie oder Kinderneurologie wird den Schweregrad der Epilepsie bestimmen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Dieser umfasst in der Regel eine medikamentöse Therapie mit Antiepileptika, die darauf abzielt, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren und die Anfallskontrolle zu verbessern.

Neben der medikamentösen Therapie ist es wichtig, dass Eltern und Betreuer über die Anzeichen eines Anfalls informiert sind und wissen, wie sie darauf reagieren sollten. Maßnahmen wie das Schaffen einer sicheren Umgebung, das Drehen des Kindes in die stabile Seitenlage und das Vermeiden von Verletzungen während eines Anfalls sind von großer Bedeutung.

Ein gesunder Lebensstil kann ebenfalls dazu beitragen, Anfälle zu reduzieren. Regelmäßige Schlafgewohnheiten, Stressmanagement-Techniken und eine ausgewogene Ernährung können unterstützend sein. Auch das Vermeiden von Alkohol und bestimmten Drogen ist wichtig.

Darüber hinaus sollten Eltern nach der Diagnose von Epilepsie bei ihrem Kind nach unterstützenden Gemeinschaften, Selbsthilfegruppen oder Bildungsprogrammen suchen. Diese können wertvolle Informationen, Erfahrungen und emotionale Unterstützung bieten.

Die schulische Integration ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Kinder mit Epilepsie sollten die Möglichkeit haben, eine normale schulische Ausbildung zu erhalten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und dem medizinischen Team ist dabei von großer Bedeutung, um den spezifischen Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden.

Langfristige Betreuung und regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sind ebenfalls unerlässlich. Der behandelnde Arzt wird den Verlauf der Erkrankung überwachen und bei Bedarf den Behandlungsplan anpassen.

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Blutwerte Redaktion

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