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Hashimoto-Thyreoiditis: Symptome, Diagnose & Therapie

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine häufige Autoimmunerkrankung, die oft unerkannt bleibt. In diesem Artikel werden die Symptome, Diagnose und Therapieoptionen von Hashimoto-Thyreoiditis erklärt, um eine rechtzeitige Erkennung und eine effektive Behandlung zu fördern.

Kurzfassung

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse beeinflusst und zu einer Unterfunktion führt. Die Symptome können variieren, aber Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, Empfindlichkeit für Kälte, trockene Haut und Haarausfall sind häufige Anzeichen. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung zur Messung von Schilddrüsenhormonen und Antikörpern. Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Erkrankung und kann nicht vollständig geheilt werden. Die Behandlung umfasst die Einnahme von Schilddrüsenhormonen, um den Hormonspiegel zu regulieren und die Symptome zu lindern. Es gibt auch alternative Therapien wie Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsumstellungen, die die Symptome reduzieren können. Es ist wichtig, die Behandlung fortzusetzen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen, um eine optimale Schilddrüsenfunktion und Gesundheit zu gewährleisten.

Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und zerstört. Dies führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), da die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone produzieren kann. Die Erkrankung tritt häufig bei Frauen auf und kann sich über Jahre hinweg entwickeln, ohne dass sie bemerkt wird. Die Symptome sind vielfältig und unspezifisch. Die Diagnose wird durch eine Blutuntersuchung gestellt, bei der Antikörper gegen Schilddrüsengewebe nachgewiesen werden. Die Behandlung erfolgt durch eine lebenslange Hormonersatztherapie, um den Hormonmangel auszugleichen.

Was sind die Symptome von Hashimoto-Thyreoiditis?

Die Symptome von Hashimoto-Thyreoiditis können sich im Anfangsstadium der Erkrankung oft unspezifisch und schleichend entwickeln, was zu einer verzögerten Diagnose führen kann. Typische Anzeichen sind eine allgemeine Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, Empfindlichkeit für Kälte, trockene Haut und Haarausfall. Es können jedoch auch weitere Symptome auftreten, die durch die Auswirkungen der Schilddrüsenunterfunktion verursacht werden, wie z.B. ein langsamer Herzschlag, verminderte Leistungsfähigkeit, ein gedrücktes Gemüt, ein niedriger Blutdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisstörungen. In einigen Fällen können auch Beschwerden im Bereich des Halses auftreten, wie z.B. eine Vergrößerung der Schilddrüse oder ein Druckgefühl. Es ist wichtig, dass bei Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis eine ärztliche Untersuchung durchgeführt wird, um eine korrekte Diagnose und angemessene Behandlung zu ermöglichen.

Wie wird Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert?

Die Diagnose von Hashimoto-Thyreoiditis basiert auf einer Kombination von klinischen Symptomen, körperlichen Untersuchungen und Laboruntersuchungen. In der Regel wird ein Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, um die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie das Schilddrüsen-stimulierende Hormon (TSH) zu messen. Ein niedriger T4-Spiegel und ein erhöhter TSH-Spiegel können auf eine Hypothyreose und möglicherweise auf Hashimoto-Thyreoiditis hinweisen. Darüber hinaus kann der Arzt eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchführen, um Veränderungen in der Größe oder Struktur der Schilddrüse zu erkennen. Gelegentlich kann eine Schilddrüsenbiopsie erforderlich sein, um eine Gewebeprobe zur Untersuchung unter einem Mikroskop zu entnehmen und festzustellen, ob eine Entzündung vorliegt oder ob die Schilddrüse andere Veränderungen aufweist, die für Hashimoto-Thyreoiditis charakteristisch sind. Insgesamt ist die Diagnose von Hashimoto-Thyreoiditis eine komplexe Angelegenheit und sollte immer von einem qualifizierten Arzt gestellt werden.

Was sind die Ursachen von Hashimoto-Thyreoiditis?

Die genauen Ursachen für die Erkrankung sind nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielen.

Einige Faktoren, die das Risiko für Hashimoto-Thyreoiditis erhöhen können, sind eine familiäre Veranlagung für Autoimmunerkrankungen, ein Mangel an Jod in der Ernährung, eine Überbelastung der Schilddrüse durch eine Über- oder Unterfunktion sowie eine Schädigung der Schilddrüse durch eine Strahlenbehandlung im Halsbereich.

Es wird auch vermutet, dass bestimmte Virusinfektionen wie das Epstein-Barr-Virus oder das Hepatitis-C-Virus eine Rolle bei der Entstehung von Hashimoto-Thyreoiditis spielen können, indem sie das Immunsystem des Körpers beeinflussen und eine Autoimmunreaktion auslösen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Ursachen für Hashimoto-Thyreoiditis von Person zu Person unterschiedlich sein können und dass weitere Forschung notwendig ist, um die genauen Mechanismen dieser Erkrankung zu verstehen.

Was sind Folgen von Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis kann unbehandelt langfristige Auswirkungen auf die Schilddrüse haben, die zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen können. Die Schilddrüse kann aufgrund der Entzündung schrumpfen, was zu einer Abnahme der Schilddrüsenhormonproduktion führt. Dies kann zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) führen, die Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, trockene Haut und Haarausfall verursacht. In einigen Fällen kann die Schilddrüse jedoch auch überstimuliert werden, was zu einer Überfunktion (Hyperthyreose) führen kann. Wenn die Schilddrüsenhormone nicht ausreichend kontrolliert werden, kann es zu Komplikationen wie einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfruchtbarkeit und Depressionen kommen. Es ist daher wichtig, Hashimoto-Thyreoiditis zu behandeln und regelmäßig zu überwachen, um mögliche Folgen zu minimieren.

Wie wird Hashimoto-Thyreoiditis behandelt?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Erkrankung und kann nicht vollständig geheilt werden. Das Ziel der Behandlung ist es, den Hormonmangel im Körper auszugleichen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Behandlung besteht in der Regel aus einer Hormonersatztherapie, bei der synthetische Schilddrüsenhormone eingenommen werden, um den Hormonmangel im Körper auszugleichen. Die Dosis wird individuell auf den Patienten abgestimmt und regelmäßig überwacht.

Neben der Hormonersatztherapie können auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität dazu beitragen, die Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern. Bei Bedarf können auch Ergänzungsmittel wie Vitamin D und Selen eingenommen werden, um den Schilddrüsenhormonspiegel zu regulieren.

In seltenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, insbesondere wenn die Schilddrüse vergrößert ist und Beschwerden verursacht oder bösartige Zellen entdeckt werden. Eine vollständige Entfernung der Schilddrüse kann auch bei Patienten in Betracht gezogen werden, die nicht auf eine Hormonersatztherapie ansprechen.

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Blutwerte Redaktion

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