Blutabnahme einer Frau beim Arzt

Blutbild: Wann Krankenkassen bezahlen

Eine Blutuntersuchung kann viele Informationen über unsere Gesundheit liefern. Doch was kostet das kleine und große Blutbild und werden die Kosten von der gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen? In diesem Artikel werden die verschiedenen Faktoren erläutert, die beeinflussen, wann Krankenkassen ein Blutbild bezahlen.

Kurzfassung

Ein Blutbild ist ein Test, der wichtige Informationen über die Anzahl und Art von Blutzellen liefert und oft Teil einer Routineuntersuchung oder bei Verdacht auf eine Erkrankung durchgeführt wird. Die Kosten variieren je nach Arztpraxis, Labor und Anzahl der Biomarker, die getestet werden. Ein kleines Blutbild kostet etwa 25 Euro, während ein großes Blutbild von 50 Euro bis zu 100 Euro kosten kann. Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen normalerweise nur die Kosten für medizinisch notwendige Blutuntersuchungen, ausgenommen kleine Blutbilder alle zwei Jahre bei der gesetzlichen Krankenkrasse. Blutbilder, die rein vorsorglich durchgeführt werden, sind normalerweise nicht abgedeckt. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie ein Check-up zwischen dem 18. und 34. Lebensjahr, bei dem bestimmte Blutwerte abgedeckt sein können, sowie ab 35 Jahren alle 3 Jahre ein Check-up.

Was ist ein Blutbild?

Ein Blutbild ist ein diagnostischer Test, der Informationen über die Anzahl und Beschaffenheit der Blutzellen liefert. Diese Informationen können wichtige Hinweise auf verschiedene Krankheiten geben, darunter Anämie, Infektionen, Leukämie und andere Blutkrankheiten. Das Blutbild wird oft als Teil einer Routineuntersuchung durchgeführt oder wenn der Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung besteht.

Die Durchführung eines Blutbildes ist ein einfacher und schneller Prozess. In der Regel wird eine kleine Menge Blut aus einer Vene im Arm entnommen. Zunächst wird die Einstichstelle gereinigt und betäubt, um Schmerzen zu minimieren. Anschließend wird eine Nadel in die Vene eingeführt und das Blut in eine sterile Spritze oder einen sterilen Behälter gesammelt.

Das entnommene Blut wird dann in ein Labor geschickt, wo es analysiert wird. Das Blutbild umfasst in der Regel die Bestimmung der Anzahl und Art der weißen Blutkörperchen, roten Blutkörperchen und Blutplättchen. Die Ergebnisse werden in der Regel als numerische Werte angegeben, die mit Referenzbereichen verglichen werden, um Abweichungen zu identifizieren.

Insgesamt ist die Durchführung eines Blutbildes eine einfache und wichtige Untersuchung, die oft als Teil der Routinegesundheitsvorsorge empfohlen wird. Es ist wichtig, den Anweisungen des Arztes oder des Gesundheitsdienstleisters zu folgen, um genaue Ergebnisse zu gewährleisten.

Wie viel kostet es ein Blutbild anfertigen zu lassen?

Die kosten für das kleine und große Blutbild variieren, ja nach Arztpraxis und Labor, sowie der Anzahl an Biomarkern, die getestet werden und dem Aufwand der Nachbesprechung.

Ein grober Rahmen kann allerdings gegeben werden. Die Kosten für ein kleines Blutbild betragen demnach etwa 25 Euro, wobei 4,20 Euro für die ärztliche Blutentnahme und zusätzliche ärztliche Kosten von 10 Euro für eine kurze oder 20 Euro für eine lange Wertebesprechung anfallen. Die Laborkosten variieren je nach Anzahl und Art der gemessenen Werte und können bis zu 95 Euro betragen. Zudem fallen unter umständen ca. 5 Euro für den Versand an. Bei dem großen Blutbild kostet die Abnahme 5,38 Euro, dazu kommt eine aufwendigere Besprechung der Werte von 20 bis 40 Euro und gegebenenfalls Porto kosten, was in Summe grob überschlagen 50 Euro macht. Kommen weitere Blutwerte hinzu, kann das Blutbild auch schnell bis zu 100 Euro kosten.

Übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Blutbild Kosten?

Blutuntersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Diagnostik und können helfen, mögliche Erkrankungen zu erkennen. Doch wer trägt eigentlich die Kosten dafür?

In der Regel werden die Kosten für das große Blutbild von den gesetzlichen Krankenkassen nur übernommen, wenn die Untersuchungen medizinisch notwendig sind. Das bedeutet, dass ein Verdacht auf eine mögliche Erkrankung vorliegen muss und die Blutuntersuchung zur Diagnose notwendig ist. Laborleistungen, die rein vorsorglich durchgeführt werden, fallen meist nicht unter die Kostenübernahme der Krankenkassen.

Ein kleines Blutbild zählt zu den Routineuntersuchungen und wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel übernommen. Allerdings gilt dies nur für den Fall, dass die Untersuchung in einem Abstand von mindestens zwei Jahren stattfindet. Damit sollen Kosten gespart werden, da ein zu häufiges Blutbild in der Regel nicht notwendig ist und somit zu unnötigen Ausgaben führen würde. Dennoch können auch hier in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei Verdacht auf eine Erkrankung oder bei bestimmten Risikofaktoren für eine Erkrankung, eine häufigere Blutuntersuchung notwendig sein, die dann ebenfalls von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden kann.

Es gibt auch noch eine Ausnahmen: bestimmte Leistungen werden im Rahmen eines normalen Check-ups von den Krankenkassen übernommen. So zahlen die Krankenkassen beispielsweise zwischen dem 18. und 34. Lebensjahr die Kosten für einen einmaligen Check-up. Blutwerte wie Blutfett oder Nüchternblutzucker werden hierbei nur gezahlt, wenn familiäre Risiken wie Diabetes oder Übergewicht vorliegen. Ab dem 35. Lebensjahr werden die Kosten für die Blutwerte Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyceride und den Nüchternblutzucker alle drei Jahre von den Krankenkassen übernommen.

Übernehmen private Krankenkassen die Blutbild Kosten?

In der privaten Krankenversicherung wird eine Blutuntersuchung in Form des kleinen Blutbildes nur dann übernommen, wenn sie medizinisch notwendig ist. Das bedeutet, dass entweder eine bereits diagnostizierte Krankheit vorliegt oder ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung besteht. Gleiches gilt für das große Blutbild, dessen Kosten ebenfalls nur bei medizinischer Notwendigkeit von der PKV getragen werden. In beiden Fällen muss der Arzt die Notwendigkeit der Untersuchungen begründen und diese von der Versicherung genehmigen lassen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Kosten für eine Blutuntersuchung in der PKV nicht automatisch erstattet werden und nur unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden, aus diesem Grund sollten die Leistungen der PKV von der Blutbild Erstellung abgefragt werden.

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