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Knochenkrebs: Symptome & Blutwerte

Knochenkrebs ist eine seltene Erkrankung, die oft erst spät erkannt wird. Doch welche Symptome weisen darauf hin und welche Blutwerte können Hinweise geben? In diesem Artikel werden wir uns mit den Symptomen und Blutwerten von Knochenkrebs beschäftigen, die dabei helfen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

Kurzfassung

Knochenkrebs ist eine seltene und ernste Erkrankung, die mit verschiedenen Symptomen einhergehen kann. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmerzen im betroffenen Bereich, Schwellungen, Knochenschwäche und eingeschränkte Beweglichkeit. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Patienten mit Knochenkrebs Symptome aufweisen. Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf Knochenkrebs liefern. Ein erhöhter Spiegel von alkalischer Phosphatase (ALP) im Blut kann auf Knochenkrebs hinweisen. Eine erhöhte Konzentration von Lactatdehydrogenase (LDH) im Blut kann ebenfalls ein Zeichen für fortgeschrittenen Knochenkrebs sein. Die Diagnose von Knochenkrebs erfordert in der Regel eine Kombination aus Bildgebungstests, Biopsien und Blutuntersuchungen. Die Behandlung hängt von der Art und dem Stadium des Knochenkrebses ab und kann eine Kombination aus Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie umfassen.

Was ist Knochenkrebs?

Knochenkrebs ist eine seltene Art von Krebs, die in den Knochen beginnt. Es kann sich aus Zellen entwickeln, die normalerweise das Wachstum und die Erneuerung von Knochengewebe regulieren, oder es kann sich aus anderen Zelltypen entwickeln, die in den Knochen gefunden werden.

Es gibt mehrere Arten von Knochenkrebs, einschließlich Osteosarkom, Ewing-Sarkom, Chondrosarkom, Fibrosarkom und Chordom. Jede Art von Knochenkrebs kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren und unterschiedliche Symptome verursachen.

Osteosarkom ist der häufigste Typ von Knochenkrebs und beginnt normalerweise in den Knochen, die am schnellsten wachsen, wie dem oberen Ende des Schienbeins oder des Oberschenkels. Es tritt oft bei Kindern und jungen Erwachsenen auf und verursacht Schmerzen, Schwellungen und manchmal eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Knochens.

Das Ewing-Sarkom ist eine seltene Form von Knochenkrebs, die in der Regel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt. Es beginnt oft in den Knochen des Beckens, der Beine oder der Rippen und verursacht Symptome wie Schmerzen, Schwellungen und eine allgemeine Schwäche.

Chondrosarkome beginnen in den Knorpelzellen der Knochen und können in jedem Knochen des Körpers auftreten. Sie verursachen oft keine Schmerzen oder Symptome, bis sie sehr groß werden und das umliegende Gewebe und die Knochen beeinträchtigen.

Fibrosarkome beginnen in den Bindegewebszellen des Knochens und können in jedem Knochen auftreten. Sie verursachen oft Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Bereich.

Chordome beginnen in den Zellen, die den Knochen und das umgebende Gewebe umgeben, und treten am häufigsten in der Wirbelsäule oder im Schädel auf. Sie verursachen oft Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen.

Die Behandlung von Knochenkrebs hängt von der Art des Krebses, dem Stadium der Erkrankung und anderen Faktoren ab. Zu den Behandlungsoptionen gehören Operationen, Bestrahlung und Chemotherapie.

Welche Symptome treten bei Knochenkrebs auf?

Knochenkrebs ist eine seltene Form von Krebs, die im Skelettsystem auftritt. Oftmals wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, da die Symptome zu Beginn der Erkrankung unspezifisch sein können. Es ist wichtig, die möglichen Symptome im Auge zu behalten und bei Verdacht auf Knochenkrebs schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Ein häufiges Symptom von Knochenkrebs ist Schmerzen im betroffenen Bereich. Der Schmerz kann plötzlich oder allmählich auftreten und sich mit der Zeit verschlimmern. Oftmals wird der Schmerz als dumpf, tief oder bohrend beschrieben und kann durch Aktivitäten wie Gehen oder Bewegung verschlimmert werden. In manchen Fällen kann der Schmerz auch nachts auftreten und den Schlaf stören.

Eine Schwellung oder Beule am betroffenen Knochen kann ebenfalls ein Anzeichen für Knochenkrebs sein. Die Schwellung kann sich schnell entwickeln oder allmählich wachsen und ist oft hart und schmerzlos. In einigen Fällen kann die Schwellung auch von einer Rötung oder Schwellung der Haut begleitet sein.

Knochenbrüche oder Frakturen können ebenfalls ein Zeichen für Knochenkrebs sein, insbesondere wenn sie ohne erkennbare Ursache auftreten. Dies liegt daran, dass Knochenkrebs die Stärke und Stabilität des betroffenen Knochens beeinträchtigen kann. In einigen Fällen kann der Knochen auch durch die Krebserkrankung geschwächt werden und sich dadurch leichter brechen.

Weitere mögliche Symptome von Knochenkrebs können Müdigkeit, Gewichtsverlust und Fieber sein. Diese Symptome sind jedoch unspezifisch und können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Es ist wichtig, dass bei Verdacht auf Knochenkrebs eine gründliche Untersuchung durchgeführt wird, um die genaue Ursache der Symptome zu ermitteln.

Wie wird Knochenkrebs diagnostiziert?

Knochenkrebs kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen und es ist wichtig, eine genaue Diagnose zu stellen, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Die Diagnose von Knochenkrebs umfasst verschiedene Schritte, darunter körperliche Untersuchungen, Bildgebung, Laboruntersuchungen und Biopsien.

Körperliche Untersuchung: Der erste Schritt bei der Diagnose von Knochenkrebs ist eine körperliche Untersuchung. Der Arzt wird den betroffenen Bereich des Körpers gründlich untersuchen und nach möglichen Symptomen wie Schmerzen, Schwellungen, Empfindlichkeit oder Veränderungen in der Knochenstruktur suchen.

Bildgebung: Eine der wichtigsten Methoden zur Diagnose von Knochenkrebs ist die Bildgebung. Hierzu gehören Röntgenaufnahmen, CT-Scans, MRTs und Knochenszintigraphie. Diese Methoden können dazu beitragen, den Tumor zu lokalisieren, seine Größe und den Grad seiner Ausbreitung im Körper zu bestimmen.

Labortests: Eine Blutuntersuchung kann helfen, bestimmte Marker im Blut zu identifizieren, die auf Knochenkrebs hindeuten können. Diese Marker können beispielsweise eine erhöhte Anzahl von Alkalischen Phosphatasen (ALP) oder eine erhöhte Anzahl von Calcium- und Phosphatspiegeln im Blut sein. Obwohl diese Tests nützlich sein können, sind sie nicht immer zuverlässig und müssen in Verbindung mit anderen Diagnosetests durchgeführt werden.

Biopsie: Die endgültige Diagnose von Knochenkrebs erfordert in der Regel eine Biopsie. Hierbei wird eine Probe des betroffenen Knochens oder des umliegenden Gewebes entnommen und unter einem Mikroskop untersucht, um festzustellen, ob sich Krebszellen im Gewebe befinden. Die Biopsie kann entweder offen chirurgisch oder minimalinvasiv durchgeführt werden.

Insgesamt hängt die Diagnose von Knochenkrebs von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art des Tumors, seiner Lage und Größe, der klinischen Symptome und der Krankengeschichte des Patienten. Es ist wichtig, eine gründliche Diagnose zu stellen, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Welche Blutwerte zeigen Knochenkrebs an?

Die Diagnose von Knochenkrebs erfordert eine sorgfältige Bewertung der Symptome sowie spezielle Tests, einschließlich Blutuntersuchungen. In diesem Kapitel werden wir uns genauer damit befassen, welche Blutwerte auf Knochenkrebs hinweisen können.

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass es keine spezifischen Bluttests gibt, die eine definitive Diagnose von Knochenkrebs liefern können. Eine Knochenbiopsie ist in der Regel erforderlich, um eine definitive Diagnose zu stellen. Dennoch können Bluttests wichtige Informationen liefern, die dazu beitragen können, Knochenkrebs zu erkennen oder andere Erkrankungen auszuschließen.

Ein Bluttest, der häufig bei der Diagnose von Knochenkrebs eingesetzt wird, ist der alkalische Phosphatase-Test (ALP-Test). Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das im Knochen und in der Leber produziert wird. Ein erhöhter ALP-Spiegel kann ein Indikator für Knochenkrebs sein, da Knochenkrebszellen in der Regel mehr alkalische Phosphatase produzieren als normale Knochenzellen. Ein erhöhter ALP-Spiegel kann jedoch auch auf andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Lebererkrankungen, hinweisen, daher ist es wichtig, andere Tests durchzuführen, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Bei Knochenkrebs kann ein erhöhter LDH-Wert ein Anzeichen für die Ausbreitung von Krebszellen in den Körper sein. Die LDH-Werte können auch während der Krebsbehandlung ansteigen, da Krebszellen abgebaut werden und das Enzym in den Blutkreislauf gelangen kann.

Ein weiterer Bluttest, der bei der Diagnose von Knochenkrebs nützlich sein kann, ist der Calcium-Test. Ein erhöhter Calciumspiegel im Blut kann ein Zeichen für Knochenkrebs sein, da die Krebszellen das Hormon Parathormon produzieren können, das den Calciumspiegel im Blut erhöht. Ein erhöhter Calciumspiegel kann jedoch auch auf andere Erkrankungen hinweisen, daher sollte auch dieser Test nicht allein zur Diagnose von Knochenkrebs verwendet werden.

Zusätzlich zu diesen Tests können auch andere Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu bewerten und festzustellen, ob andere Organe vom Krebs betroffen sind. Eine vollständige Blutbilduntersuchung (Großes Blutbild) kann durchgeführt werden, um die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen sowie die Anzahl der Blutplättchen zu bestimmen. Ein niedriger Blutplättchenwert kann ein Indikator für Knochenkrebs sein, da der Krebs die Blutplättchenproduktion beeinträchtigen kann.

Wie wird Knochenkrebs behandelt?

Knochenkrebs kann auf verschiedene Weise behandelt werden, abhängig von der Art des Knochenkrebses und wie weit er fortgeschritten ist. Die Wahl der Behandlung hängt auch von anderen Faktoren ab, wie z.B. dem Alter und der Gesundheit des Patienten sowie seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen.

Zu den häufigsten Behandlungsmethoden bei Knochenkrebs gehören:

  • Chirurgie: Bei vielen Patienten mit Knochenkrebs ist eine Operation die erste Wahl. Ziel der Operation ist es, den Krebs so vollständig wie möglich zu entfernen und gesundes Knochengewebe zu erhalten. In manchen Fällen kann eine Amputation notwendig sein, besonders wenn der Krebs sehr fortgeschritten ist oder sich in der Nähe von wichtigen Blutgefäßen oder Nerven befindet. In solchen Fällen ist es jedoch in der Regel möglich, eine Prothese zu implantieren, um die Funktionalität des betroffenen Bereichs wiederherzustellen.
  • Strahlentherapie: Bei vielen Patienten mit Knochenkrebs wird eine Strahlentherapie als Ergänzung zur Chirurgie eingesetzt. Strahlentherapie nutzt gezielt hochenergetische Strahlen, um Krebszellen abzutöten oder ihr Wachstum zu verlangsamen. Bei manchen Patienten kann die Strahlentherapie auch als alleinige Behandlung eingesetzt werden, insbesondere wenn eine Operation nicht möglich ist.
  • Chemotherapie: Chemotherapie ist eine Behandlung, bei der Medikamente eingesetzt werden, um Krebszellen abzutöten oder ihr Wachstum zu verlangsamen. Die Medikamente werden normalerweise über eine Infusion in die Vene verabreicht. Die Chemotherapie kann allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen wie Chirurgie oder Strahlentherapie eingesetzt werden.
  • Immuntherapie: Immuntherapie ist eine relativ neue Behandlungsoption für Knochenkrebs. Es handelt sich dabei um eine Art von Behandlung, bei der das Immunsystem des Körpers zur Bekämpfung von Krebszellen stimuliert wird. Dies geschieht durch die Verabreichung von Medikamenten oder Impfstoffen.
  • Knochenmarktransplantation: In einigen Fällen kann eine Knochenmarktransplantation eine Option sein. Dabei wird das Knochenmark des Patienten durch gesundes Knochenmark eines Spenders ersetzt. Dies ist jedoch eine sehr intensive Behandlung, die nur bei bestimmten Arten von Knochenkrebs und bei Patienten mit einem guten Gesundheitszustand durchgeführt wird.

Zusätzlich zu diesen Behandlungsmethoden kann es auch andere Behandlungen geben, die je nach Bedarf eingesetzt werden, wie z.B. Schmerztherapie oder physiotherapeutische Behandlung zur Wiederherstellung der Beweglichkeit nach einer Operation.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Behandlung von Knochenkrebs sehr individuell ist und dass keine Behandlungsmethode für alle Patienten geeignet ist.

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