Blutbild: Was es kostet

Ob einer einfacher Gesundheitscheck, Symptome oder eine erblich bedingte Vorgeschichte, um das kleine oder auch große Blutbild ist kaum ein Vorbeikommen. Doch was genau unterscheidet die Blutbilder, wo können sie angefertigt werden und was kostet es am Ende? Diesen Fragen wird sich der folgende Artikel annehmen.

Kurzfassung 

  • Kleines Blutbild: 4,20 Euro Blutabnahme und bis zu 50 Euro für Labor, Porto und Beratung
  • Großes Blutbild: 5,50 Euro Blutabnahme und bis 150 Euro für Labor, Porto und Beratung

Die Aufwendungen für ein kleines Blutbild werden von der gesetzlichen Krankenkasse meist ohne Probleme übernommen. Das gilt auch für ein großes Blutbild, wenn es wegen unspezifischen Symptomen, einer Erkrankung oder im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung erstellt wird. Private Krankenversicherer dagegen kommen immer für die Kosten eines Blutbilds auf, ganz gleich, ob klein oder groß. 

Was genau ist ein Blutbild?  

Mit einem Blutbild ist es möglich, neben der Konzentration des roten Blutfarbstoffes, Hämoglobin genannt, sowohl die Zahl als auch die Gestalt von Blutzellen zu bestimmen. Das Blut wird zu diesem Zweck aus einer der Armvenen des Patienten oder der Patientin entnommen. Anhand dieser Probe kann das Labor ein kleines oder ein großes Blutbild fertigen. 

Ein kleines Blutbild gibt dem Arzt oder der Ärztin genauere Auskunft in Verbindung mit einer Krankheit. Es umfasst rote und weiße Blutkörperchen, auch Erythrozyten und Leukozyten genannt. Auch über die Blutplättchen, die Thrombozyten, das Hämoglobin und die Zellenanteile im Blut sowie ein paar andere Werte gibt ein kleines Blutbild Information.

Das große Blutbild betrachtet die verschiedenen Bestandteile im Blut detaillierter als das kleine Blutbild. Es differenziert die weißen Blutkörperchen nach den unterschiedlichen Zelltypen. Deshalb wird ein großes Blutbild auch Differential-Blutbild genannt. Darauf setzt der Arzt bzw. die Ärztin, wenn ein kleines Blutbild nicht ausreicht, das Risiko für eine bestimmte Erkrankung zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen dabei entzündliche Krankheiten, wie Rheuma oder etwa Fehlfunktionen der Niere oder der Schilddrüse sowie Lebererkrankungen. Auch eventuelle Mangelzustände deckt ein großes Blutbild auf, da es Auskunft über Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe gibt. 

Bei der Auswertung einer Blutprobe offenbaren sich dem Arzt oder der Ärztin Krankheiten nicht immer ohne Weiteres. Zumal Werte, wie Entzündungsmarker, Hormone oder Cholesterin durch ein kleines Blutbild oder ein großes Blutbild in der Regel gar nicht bestimmt werden. Der Mediziner oder die Medizinerin muss genau wissen, wonach er oder sie sucht. Er bzw. sie, muss herausfinden, was ein zu viel oder zu wenig von bestimmten Werten bedeuten könnte. Deshalb ist ein Blutbild nur ein Mittel in der ärztlichen Diagnostik. 

Wo kann ein Blutbild gemacht werden?

Der Hausarzt, die Hausärztin, ist der erste Ansprechpartner, die erste Ansprechpartnerin, wenn es um ein kleines Blutbild oder ein großes Blutbild geht. Bei Symptomen, wie Müdigkeit, oder Infektionen wird häufig ein großes Blutbild veranlasst. Allerdings fertigt nicht jeder Hausarzt oder Hausärztin ein großes Blutbild an. Häufig überweist er oder sie an einen Internisten bzw. Internistin.

Welche Kosten können entstehen?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Kosten von mehreren Variablen abhängen und nicht genau vorausgesagt werden können. Faktoren sind die Anzahl der getesteten Werte, Laborkosten, Porto und die Nachbesprechung.

Für ein kleines Blutbild fallen zunächst Kosten für die Abnahme des Blutes an. Das sind in der Regel 4,20 Euro. Für die Besprechung der Werte berechnet der Arzt oder die Ärztin für ein kleines Blutbild etwa 20 bis 50 Euro. Ist eine umfangreiche Erörterung notwendig, liegen die Kosten für ein kleines Blutbild etwas höher. 

Ein großes Blutbild ist teurer als ein kleines Blutbild. Der Preis für die Blutentnahme liegt bei etwa 5,50 Euro. Für die Auswertung durch den Arzt oder die Ärztin, fallen für ein großes Blutbild Kosten von 100 bis zu 150 Euro an.

Können die Kosten übernommen werden? 

Die Kosten für ein kleines Blutbild und für ein großes Blutbild erstatten die privaten Krankenversicherer in der Regel bedingungslos. Gesetzlich Versicherte bekommen lediglich das kleine Blutbild ohne Eigenkostenanteil bezahlt. Allerdings haben sie ab dem 35 Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren den Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung inklusive umfangreicher Blutuntersuchung. Geht der behandelnde Arzt davon aus, dass ein großes Blutbild notwendig ist, werden die Kosten auch von gesetzlichen Krankenkassen getragen.

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Blutwerte Redaktion

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