Frau hält sich den Magen

Magen-Darm-Blutung: Ursachen & Behandlung

Magen-Darm-Blutungen sind ein ernsthaftes Gesundheitsproblem, das Menschen jeden Alters betreffen kann. Die Ursachen sind vielfältig und die Symptome können oft verwirrend sein. In diesem Artikel wird ein Blick auf die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Magen-Darm-Blutungen geworfen.

Kurzfassung

Magen-Darm-Blutungen können durch verschiedene Ursachen wie Geschwüre, Entzündungen, Poypen oder Verletzungen entstehen. Symptome können von unspezifischen Bauchschmerzen bis hin zu Bluterbrechen und schwarzem Stuhl reichen. Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, Bluttests, Endoskopie oder Bildgebung. Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Schweregrad ab und kann von medikamentöser Therapie bis hin zur chirurgischen Intervention reichen. Mögliche Folgen einer Magen-Darm-Blutung können Anämie, Schock und Organversagen sein, daher ist eine schnelle Diagnose und Behandlung wichtig.

Wie können Magen-Darm-Blutungen entstehen?

Magen-Darm-Blutungen werden definiert durch das Vorhandensein von Blut in den Verdauungsorganen, einschließlich des Magens und des Darms. Dieses Blut kann aus verschiedenen Quellen stammen und in unterschiedlichen Mengen auftreten.

Die Ursachen von Magen-Darm-Blutungen sind vielfältig und können von harmlosen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen reichen. Zu den häufigsten Ursachen gehören Geschwüre im Magen oder Darm, Entzündungen der Schleimhaut, Polypen oder Krebs.

Geschwüre im Magen oder Darm können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Bakterien wie Helicobacter pylori oder regelmäßiger Konsum von nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) wie Aspirin oder Ibuprofen. Wenn sich diese Geschwüre ausdehnen oder durchbrechen, kann es zu Blutungen kommen.

Entzündungen der Schleimhaut können durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden, darunter Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Diese Erkrankungen können dazu führen, dass die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts beschädigt wird und Blutungen verursacht.

Polypen sind gutartige Wucherungen, die in verschiedenen Bereichen des Verdauungstrakts auftreten können. In einigen Fällen können Polypen bluten und zu einer Magen-Darm-Blutung führen.

Krebs ist eine weitere mögliche Ursache von Magen-Darm-Blutungen. Krebs kann in jedem Teil des Verdauungstrakts auftreten und kann zu Blutungen führen, wenn der Tumor wächst und in umliegendes Gewebe eindringt.

Andere mögliche Ursachen von Magen-Darm-Blutungen sind Verletzungen oder Risse in der Schleimhaut durch Fremdkörper oder Verätzungen, Blutgefäßanomalien oder Veränderungen im Blutgerinnungssystem.

Woran erkennt man Magen-Darm-Blutungen?

Magen-Darm-Blutungen können auf verschiedene Arten auftreten und unterschiedliche Symptome verursachen. Die Symptome können von milden Beschwerden wie Müdigkeit bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Schock reichen. Hier sind einige der häufigsten Symptome von Magen-Darm-Blutungen:

  • Dunkler oder schwarzer Stuhl: Wenn Blut aus dem oberen Teil des Verdauungstrakts stammt, kann es im Stuhl dunkel oder schwarz aussehen, da es durch die Verdauung geht. Dies wird als Teerstuhl bezeichnet.
  • Helle rote Blutungen: Wenn Blut aus dem unteren Teil des Verdauungstrakts stammt, kann es im Stuhl sichtbar sein und als helle, rote Farbe erscheinen.
  • Erbrechen von Blut: Wenn Blut aus dem Magen oder der Speiseröhre kommt, kann es zu Erbrechen von Blut kommen. Das Erbrochene kann hellrot oder kaffeesatzartig aussehen.
  • Bauchschmerzen: Magen-Darm-Blutungen können Schmerzen oder Krämpfe im Bauch verursachen. Diese können unterschiedlich stark sein und an verschiedenen Stellen auftreten.
  • Übelkeit und Erbrechen: Magen-Darm-Blutungen können auch Übelkeit und Erbrechen verursachen, besonders wenn sie aus dem oberen Teil des Verdauungstrakts stammen.
  • Blut im Urin: In seltenen Fällen kann Blut aus dem Verdauungstrakt in die Blase gelangen und als Blut im Urin erscheinen.
  • Schwäche und Schwindel: Wenn eine große Menge an Blut verloren geht, kann es zu einer Abnahme des Blutdrucks führen, was zu Schwäche, Schwindel und Ohnmacht führen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Magen-Darm-Blutungen offensichtliche Symptome verursachen. Manchmal kann eine geringe Menge an Blut im Stuhl vorhanden sein, ohne dass Symptome auftreten. In anderen Fällen können die Symptome so mild sein, dass sie leicht übersehen werden. Daher ist es wichtig, auf Veränderungen im Stuhl und andere Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung zu achten, insbesondere wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben, wie z.B. durch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Vorerkrankungen. Wenn Sie Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Wie werden Magen-Darm-Blutungen diagnostiziert?

Die Diagnose von Magen-Darm-Blutungen erfordert eine gründliche körperliche Untersuchung, medizinische Tests und gegebenenfalls eine Endoskopie.

  • Körperliche Untersuchung: Ihr Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen, um Anzeichen von Blutverlust zu erkennen, wie z.B. niedriger Blutdruck, schneller Herzschlag oder blasse Haut.
  • Bluttests: Bluttests können zeigen, ob Sie einen niedrigen Blutspiegel haben oder Anämie entwickelt haben, was auf Blutverlust hinweisen kann.
  • Stuhltests: Stuhltests können zeigen, ob Blut im Stuhl vorhanden ist, auch wenn es nicht sichtbar ist.
  • Endoskopie: Eine Endoskopie ist eine diagnostische Untersuchung, bei der ein dünner, flexibler Schlauch mit einer Kamera am Ende durch den Mund oder den After in den Verdauungstrakt eingeführt wird. Mit Hilfe der Endoskopie kann der Arzt die Blutungsquelle direkt untersuchen und gegebenenfalls eine Biopsie durchführen, um Gewebeproben zu entnehmen.
  • Radiologische Tests: Radiologische Tests wie eine Magen-Darm-Röntgenaufnahme oder eine Computertomographie (CT) können ebenfalls durchgeführt werden, um die Blutungsquelle zu lokalisieren.

In einigen Fällen kann eine Kombination dieser Tests erforderlich sein, um eine genaue Diagnose zu stellen. Wenn die Blutung schwerwiegend ist, kann es notwendig sein, schnell zu handeln und eine Behandlung zu beginnen, bevor die genaue Ursache der Blutung festgestellt wird.

Wie werden Magen-Darm-Blutungen behandelt?

Die Behandlung von Magen-Darm-Blutungen hängt von der Ursache und der Schwere der Blutung ab. In leichten Fällen können Magen-Darm-Blutungen spontan aufhören, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist. In schwereren Fällen kann jedoch eine umgehende medizinische Behandlung notwendig sein.

  • Medikamente: Wenn die Blutung durch eine Entzündung oder Geschwüre im Verdauungstrakt verursacht wird, können Medikamente wie Protonenpumpenhemmer oder H2-Blocker zur Senkung der Magensäureproduktion eingesetzt werden. In einigen Fällen können auch Antibiotika verschrieben werden, um eine Infektion zu behandeln.
  • Endoskopie: Eine Endoskopie kann nicht nur zur Diagnose von Magen-Darm-Blutungen eingesetzt werden, sondern auch zur Behandlung. Zum Beispiel können während der Endoskopie Schleimhautläsionen oder Blutgefäße mit heißem Wasser oder Laserkoagulation verschlossen werden.
  • Bluttransfusion: Wenn der Blutverlust durch die Magen-Darm-Blutung schwerwiegend ist, kann eine Bluttransfusion notwendig sein, um den Blutverlust auszugleichen.
  • Chirurgie: In einigen Fällen kann eine Operation notwendig sein, um die Blutung zu stoppen oder um Geschwüre oder Tumoren zu entfernen, die die Blutung verursachen.

Was können Folgen von Magen-Darm-Blutungen sein?

Magen-Darm-Blutungen können schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. In diesem Kapitel werden wir uns genauer ansehen, welche Folgen solche Blutungen haben können.

Zunächst einmal kann eine Magen-Darm-Blutung zu einem erheblichen Blutverlust führen. Dies kann zu Anämie führen, da der Körper nicht genügend rote Blutkörperchen hat, um Sauerstoff zu transportieren. Eine schwere Anämie kann dazu führen, dass der Körper nicht genügend Sauerstoff bekommt, was zu Schwindel, Schwäche und Kurzatmigkeit führen kann.

In schweren Fällen kann eine Magen-Darm-Blutung auch zu einem Schock führen. Ein Schock tritt auf, wenn der Körper nicht genügend Blutvolumen hat, um seine Organe und Gewebe mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Ein Schock ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die sofortige medizinische Hilfe erfordert.

Eine Magen-Darm-Blutung kann auch dazu führen, dass sich Blutgerinnsel bilden. Diese Gerinnsel können durch den Blutkreislauf wandern und zu einer Blockade in einem anderen Teil des Körpers führen. Wenn sich ein Blutgerinnsel in einem wichtigen Organ wie dem Gehirn oder dem Herzen bildet, kann es zu schwerwiegenden Folgen wie einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt führen.

Wenn die Blutung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann es zu einer Perforation des Magen-Darm-Trakts kommen. Eine Perforation tritt auf, wenn ein Loch in der Wand des Magens oder Darms entsteht. Dies kann zu einer Infektion führen, die lebensbedrohlich sein kann.

Schließlich kann eine Magen-Darm-Blutung zu einer Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung führen. Zum Beispiel kann eine Magen-Darm-Blutung bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung zu einer Verschlechterung der Leberfunktion führen. Bei Patienten mit Nierenerkrankungen kann eine Magen-Darm-Blutung zu einem Anstieg des Kreatininspiegels führen, was ein Indikator für eine Verschlechterung der Nierenfunktion ist.

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